Dienstag, 30. November 2010

Estland: Matjessalat mit roter Bete und Wodkadressing

Diesen Post zu schreiben, macht mir besonders viel Freude. Denn dieser Matjessalat hat mich echt überrascht. Er hat mir so gut geschmeckt, dass ich seitdem ständig Appetit darauf bekomme. Solche Momente sind es, die mich anspornen, dieses Projekt durchzuziehen, auch wenn es mal Rückschläge gibt.

Beim Wodka habe ich aber offen gestanden etwas gekniffen (wie ich es sonst nur bei Chilis mache). Ich habe das Dressing zuerst mit der Hälfte davon angerührt, unter den Salat gerührt und mich dann tropfenweise etwas weiter gewagt, bis er - für mich - perfekt war.

Habe ich euch neugierig gemacht? Dieser Matjessalat macht sich mit Sicherheit super auf einem Silvester-Buffet.



Zutaten für 4 Personen:
4 Matjesfilets
2 hart gekochte Eier
4 kleine, gekochte Kartoffeln
1 gekochte Rote Bete
2 Gewürzgurken
1 Zwiebel
1 Bund Dill
2 EL Weinessig
100 g saure Sahne
1 TL grobkörniger Senf
8 cl Wodka
Pfeffer

Die Matjesfilets waschen und trocken tupfen. Die Kartoffeln und die Zwiebel schälen. Die Filets, die Kartoffeln, die rote Bete, die Gewürzgurken und Zwiebeln klein würfeln. Den Dill ohne die groben Stiele fein hacken. Alles in eine Schüssel geben.

Für das Dressing den Essig mit der sauren Sahne, dem Wodka (am besten zuerst die Hälfte nehmen, und sich dann vorsichtig an das persönliche Optimum herantasten) und dem Senf verrühren und über den Salat geben. Gut durchmischen und mit Pfeffer und - wenn nötig - Salz abschmecken. Den Salat zugedeckt in den Kühlschrank stellen und dort für etwa 2 Stunden ziehen lassen.

Die Eier schälen und vierteln. Den Salat auf Tellern oder in kleinen Schüsselchen anrichten und mit den Eivierteln garnieren.

Nach:
1000 Recipes To Try Before You Die


Head isu
!

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Montag, 29. November 2010

Aserbaidschan: Rindfleischtopf mit Maronen und Safran

An solchen kalten Tagen wie diesem, wenn man durchgeforern nach Hause kommt, tut es gut etwas warmes in den Bauch zu bekommen. Euch geht es genau so? Wie wäre es dann mit diesem herbstlichen Rindfleischtopf mit Maronen und einem Hauch Safran.

Dabei handelt es sich mal wieder um ein Gericht aus der Reihe "nicht schön, aber lecker". Die Maronen sind für mich der Inbegriff von Herbst schlecht hin. Wer sie noch nicht probiert hat: Ich finde sie schmecken wie eine Mischung aus Kartoffeln und Walnüssen. Der Safran rundet den Geschmack ab und gibt dem Topf das gewisse Etwas.



Zutaten für 2 Personen:
500 g Rindfleisch
200 g Maronen (geschält und gekocht)
125 ml Fleischbrühe
2 EL Butterschmalz
2 Zwiebeln
1 Lorbeerblatt
Safran
Pfeffer
Salz

Das Fleisch in größere Würfel schneiden, die Maronen vierteln und die Zwiebeln schälen und anschließend halbieren und in dünne Scheiben schneiden.

In einem Schmortopf den Butterschmalz zerlassen und die Zwiebelscheiben darin bei mittlerer Hitze goldbraun anbraten. Das Fleisch salzen und pfeffern und ebenfalls darin anbraten. Die Hälfte des Fleischs herausheben, das Lorbeerblatt und die Maronen in den Topf geben und das Fleisch wieder dazugeben (wie ein Sandwich quasi). Die Brühe angießen und alles zum Kochen bringen.

Etwas Brühe abnehmen, den Safran darin auflösen und wieder in den Topf geben. Nun bei geschlossenem Deckel bei kleiner Hitze für etwa 60 Minuten schmoren. Bei Bedarf zwischendurch noch etwas Fleischbrühe angießen.

Den Topf mit Salz und Pfeffer abschmecken, nach Belieben mit frisch gehacktem Koriander bestreuen und servieren.

Nach:
1000 Recipes To Try Before You Die


Nuş olsun
!

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Sonntag, 28. November 2010

Stille

Hier im Blog war es in den letzten Tagen ziemlich ruhig. Doch die Stille trügt, denn in Wirklichkeit ging es so hoch her, dass wir teilweise nicht wussten, wo uns der Kopf steht: Wir sind nämlich umgezogen. Und ich muss ehrlich zugeben, ich habe etwas unterschätzt, wie sehr so ein Umzug schlaucht. Dabei war es nicht mal so sehr das packen, schleppen und schrauben, sondern viel mehr dieses Haben-wir-wirklich-an-alles-gedacht-Gefühl, was eine Menge Kraft kostet.

Dank zahlreicher ganz toller Helfer war das Gröbste aber schnell geschafft, auch wenn hier immer noch einige Kisten darauf warten ausgepackt zu werden. In all diesem Chaos habe ich es dennoch geschafft, ein paar Länder auf der kulinarischen Weltreise-Liste abzuhaken. Die Ergebnisse werden dann in den nächsten Tagen und Wochen nachgereicht (in der Warteschleife haben sich nämlich so einige angesammelt).

Auch unser Adventskranz ist etwas spärlich ausgefallen, wir hatten wenig Lust uns noch mehr Kartons (darin befindet sich die Weihnachtsdeko) in die Wohnung zu holen. Schmücken steht für die nächste Woche auf dem Plan.



Nun bleibt mir nur noch euch einen schönen Abend zu wünschen, lasst den ersten Advent schön ausklingen. Ich hoffe wir lesen uns nächste Woche.

Mittwoch, 17. November 2010

Armenien: Gefüllte Zwiebeln im Weinsud

Manche Dinge werden einfach anders, als man sie sich ausmalt. So war das auch mit diesen gefüllten Zwiebeln. Zum einen hatte ich unterschätzt, wie friemelig es sein würde, Platz für das Hackfleisch zu schaffen (eine kleine Pinzette leistet dabei übrigens sehr hilfreiche Dienste). Zum anderen war uns der Weißweingeschmack zu dominant, was leider den Gesamteindruck etwas trügte.



Nach: 1000 Recipes To Try Before You Die

բարի ախորժակ!

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Sonntag, 14. November 2010

Zypern: Bananenkuchen

Okay, er ist keine optische Offenbarung, aber wer trotzdem probiert wird belohnt. Denn geschmacklich ist dieser zypriotische Bananenkuchen einfach hinreissend. Vor allem der rohe Teig hat ein hohes Suchtpotential, aber auch der fertige Kuchen hat uns so überzeugt, dass er das Label "Favourites" bekommt und wieder gebacken wird, eine Auszeichnung, die nur wenige Rezepte erhalten. Schließlich möchte ich euch so oft wie möglich mit neuen Rezepten versorgen.

Noch eine kleine Anmerkung zum Rezept: Im Original wird Weinbrand in den Teig gegeben. Unsere Hausbar ist zwar umfangreich, doch dieser findet sich dort nicht. Darum habe ich ihn durch Amaretto ersetzt, was für meinen Geschmack sehr gut harmoniert.



Zutaten für eine kleine Springform:
2 Bananen
2 Eier
75 g Butter
75 g Mehl
1/2 TL Backpulver
65 g Zucker*
1 EL Amaretto
1/2 Vanilleschote
1/2 EL abgeriebene Zitronenschale
1/2 TL Zimt
2 Zwiebackscheiben
Salz

Die Bananen schälen und in Scheiben schneiden. In einem kleinen Topf 2 EL Wasser mit dem Amaretto vermengen, die Bananenscheiben dazu geben und zusammen aufkochen. Anschließend von der Kochstelle nehmen und mit dem Stabmixer pürieren.

Den Backofen auf 175°C vorheizen. Die Eier trennen. Das Eiweiß mit einer Prise Salz mit dem Handmixer so steif wie möglich schlagen. Die Butter auf Zimmertemperatur bringen, mit dem Zucker und dem Eigelb in eine Schüssel geben und schaumig schlagen.

Die Vanilleschote mit einem scharfen Messer aufschlitzen und das Mark herauskratzen. Nun das Mehl, das Backpulver, das Bananenmus, dsa Vanillemark, die Zitronenschale und den Zimt in die Eigelb-Butter-Masse rühren. Anschließend den Eischnee vorsichtig unterheben.

Eine kleine Springform mit Butter auspinseln, die Zwiebackscheiben hineinbröseln, sodass der Boden bedeckt ist und den Teig darauf geben. Die Oberfläche glatt streichen und im heißen Ofen für etwa 35 bis 40 Minuten goldbraun backen.

*Reife der Bananen beachten, bei sehr reifen Bananen die Menge etwas reduzieren

Nach: 1000 Recipes To Try Before You Die


Καλή όρεξη!
Afiyet olsun!

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Donnerstag, 11. November 2010

Spanien: Mojo Picón con Papas Arrugadas (Mojo-Sauce mit kanarischen Runzelkartoffeln)

Ausgerechnet in dem Land, welches meiner Meinung nach eine der leckersten Küchen hat, wollte mich keines der Rezepte so richtig anspringen. Bis auf eines: Kanarische Mojo-Sauce. Da ich mir von unserem diesjährigen Teneriffa-Urlaub aber extra ein Buch mit original kanarischen Rezepten mitgebracht habe, blätterte ich die 56 Seiten deutlich mehr als ein Mal durch (um mich schließlich doch für Mojo zu entscheiden).

Obwohl ich ein paar Mal von den Anweisungen abgewichen bin, kommt das Ergebnis kommt schon ziemlich nah an das Original aus der kleinen Flasche heran. Die erste Hürde waren "getrocknete, kanarische rote Paprikaschoten". Ich konnte nicht einmal getrocknete, nicht-kanarische rote Paprikaschoten auftreiben, darum habe ich zu gegrillten und in Öl eingelegten Paprikaschoten unbekannter Herkunft gegriffen. Außerdem erschien mir die Menge an Olivenöl recht hoch und da die letzte negative Begegnung noch nicht vergessen ist, habe ich deutlich weniger verwendet.

Es ist wie gesagt eine echte Alternative, wenn im Bekanntenkreis niemand kürzlich auf den Kanaren Urlaub gemacht hat. Das Originalrezept muss ich natürlich dennoch unbedingt ausprobieren.



Zutaten für ein kleines Gläschen:
4 getrocknete rote Paprikaschoten
2 getrocknete rote Chilischoten
3 Knoblauchzehen
etwa 50 ml Olivenöl (ggf. mehr)
Weinessig
1/2 TL Meersalz
1 Messerspitze Kreuzkümmel

Die Paprika- und Chilischoten für etwa 15 Minuten in warmen Wasser einweichen, anschließend in einem Sieb abtropfen lassen.

In der Zwischenzeit die Knoblauchzehen schälen und zusammen mit dem Salz und dem Kreuzkümmel in einen Mixbecher geben. Die abgetropften Chili- und Paprikaschoten grob schneiden (Gummihandschuhe!) und zusammen mit dem Olivenöl dazu geben. So lange mit dem Mixer zermahlen, bis ein feiner Brei entsteht. Mit Weinessig abschmecken und bei Bedarf noch etwas Wasser oder mehr Öl dazu geben, bis sie die richtige Konsistenz hat.

Wie die Papas Arrugadas zubereitet werden, könnt ihr hier nachlesen.


Nach: 1000 Recipes To Try Before You Die


¡buen provecho!

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Dienstag, 9. November 2010

Portugal: Überbackene Schwarzwurzelröllchen

Endlich! Beim hektischen Feierabendeinkauf entdeckten sie meine Augen im Vorbeihuschen: Schwarzwurzeln. Umgehend wanderten also sie und etwas geriebener Käse, Sahne und Schinken in meinen Einkaufskorb, um endlich einen Haken an Portugal machen zu können.

Zugegeben, das klingt etwas abgekämpft. Als dann das fertige Essen auf dem Tisch stand, war ich umso überraschter, wie toll es schmeckte. Zu meiner Verteidigung muss ich aber sagen, dass ich noch nie zuvor Schwarzwurzeln gegessen hatte (jedenfalls erinnere ich mich nicht bewusst daran) und sie mir immer ein wenig suspekt waren. Außerdem war dieses Rezept ein Wunsch meines Freundes, mein Herz hatte eher das marinierte Rinderfilet in Portwein erobert. Aber nun ziehe ich das Fazit, dass sich das Warten gelohnt hat. Das Rind wird trotzdem ausprobiert, wenn die restlichen 98 Länder bereist sind...



Zutaten für zwei Portionen:
500 g Schwarzwurzeln
100 g Schinken, roh
50 g geriebener Käse
50 g Sahne
1 Eigelb
1 EL Mehl
1 EL Butter
Saft von 1/2 Zitrone
Muskatnuss
Pfeffer
Salz

Die Schwarzwurzeln unter fließendem Wasser vom groben Schmutz befreien und anschließend schälen (Gummihandschuhe anziehen!).

In einem großen Topf Wasser mit dem Mehl, etwas Salz und dem Zitronensaft zum Kochen bringen und die geschälten Schwarzwurzeln hineingeben. Für etwa 10 Minuten kochen, bis sie bissfest sind. Anschließend in einem Sieb abtropfen lassen.



Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Zwei kleine Auflaufformen mit der Butter auspinseln. Die Schwarzwurzelröllchen (dünne Röllchen zusammennehmen) mit jeweils einer Scheibe Schinken umwickeln und in die Formen setzen. Das Eigelb mit der Sahne verquirlen und mit Pfeffer, Salz und geriebener Muskatnuss würzen. Die Schwarzwurzelröllchen damit übergießen und mit dem geriebenen Käse bestreuen.

Im vorgeheizten Backofen für etwa 15 bis 20 Minuten backen.

Nach: 1000 Recipes To Try Before You Die


Bom apetite!

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Dienstag, 2. November 2010

Pumpkin Cinnamon Rolls (Kürbis-Zimtschnecken)

Hier kommt die versprochene Auflösung zu der Frage, was mit dem Innenleben von Mr. Pumpkin passiert ist:

Auf foodgawker gab es einige Tage vor Halloween eine kleine Invasion von kleinen Pumpkin Cinnamon Rolls. Ein Foto hatte es mir besonders angetan und mich endgültig dazu gebracht sie nachzubacken - es war das von Liv Life.

Und ich habe mir nicht zu viel erhofft - sie haben wirklich fantastisch geschmeckt. Im Inneren waren sie ein wenig "chewy", erst hat mich das etwas irritiert und ich dachte sie hätten noch länger im Ofen bleiben müssen, aber dann haben wir das für genau richtig befunden.



Zutaten für 15 Rolls:


Für den Teig:
240 g Weizenmehl
85 g Vollkornmehl
2 TL Trockenhefe
180 ml Milch
120 ml Kürbispüree
2 1/2 EL Butter
1 EL Zucker
1 TL Salz
1/8 TL Muskat

Für die Füllung:
75 g brauner Zucker
2 1/2 EL Butter
2 TL Zimt

Für die Glasur:
Puderzucker
ein paar Tropfen Milch

Alle Zutaten für den Teig mit den Knethaken des Handmixers vermengen und anschließend mit den Händen lange durchkneten. Bei Bedarf (war bei mir so) noch etwas Mehl hinzugeben, bis der Teig eine geschmeidige Konsistenz bekommt. In eine Schüssel geben mit einem feuchten Tuch bedecken und an einem warmen Ort für etwa 45 bis 60 Minuten gehen lassen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche möglichst rechteckig etwa 1,5 cm dick ausrollen und erneut etwas gehen lassen. In der Zwischenzeit die Butter für die Füllung schmelzen und eine große Auflaufform einfetten. Den Teig mit der Butter bestreichen und zuerst mit dem braunen Zucker, dann mit dem Zimt bestreuen, sodass alles bedeckt ist. Nun den Teig von der langen Seite her vorsichtig aufrollen.

Die Rolle in 15 Stücke schneiden und diese in die Aufflaufform legen. Die Form mit einem Tuch abdecken und die Teigschnecken nochmals 30 Minuten gehen lassen. Den Ofen auf 190°C vorheizen.

Die Auflaufform für etwa 18 bis 20 Minuten in den heißen Backofen stellen. Anschließend die Glasur anrühren und über die warmen Rolls geben.

Die Pumpkin Cinnamon Rolls schmecken natürlich am besten noch warm frisch aus dem Ofen. Aber auch am nächsten Tag kann man sich dieses frisch-aus-dem-Ofen-Gefühl wieder herbei zaubern indem man sie für 10 bis 20 Sekunden in die Mikrowelle gibt.

Nach Liv Life




Für das Kürbis-Püree:
2 kleine Hokkaido-Kürbisse

Den Ofen auf 190°C vorheizen. Die Kürbisse waschen, halbieren und vierteln. Die Kerne entfernen. Das Kürbisfleisch in Würfel schneiden und auf ein Backblech verteilen.

Für etwa 30 Minuten backen, aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen. Das Kürbisfleisch mit einem Stabmixer pürieren und bis zur Verwendung kühl stellen (es hält sich ein paar Tage).


Garten-Koch-Event zum Thema Birnen: Roundup ist fertig

Der Roundup vom Garten-Koch-Event mit dem Thema Birnen ist online. Sus hat die eingereichten Rezepte, 28 Stück sind es an der Zahl (sodass man sich theoretisch den restlichen November davon ernähren könnte), zusammengetragen.

Es sind ganz tolle herzhafte und süße Rezepte dabei. Vorbeischauen lohnt sich also. Hier geht es zum Roundup und hier könnt ihr noch einmal meinen Beitrag lesen (oder einfach nach unten scrollen).

Garten-Koch-Event Oktober 2010: Birnen  [31. Oktober 2010]