Sonntag, 31. Oktober 2010

Happy Halloween

Darf ich euch vorstellen: Mr. Pumpkin. Was aus seinem Innenleben geworden ist, zeige ich euch am Dienstag. Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Zeit.

Samstag, 30. Oktober 2010

Birnen-Senf

Sus vom Gartenblog hat wieder zum allmonatlichen Garten-Koch-Event aufgerufen und ich möchte dieses Mal gern daran teilnehmen. In der Oktober-Ausgabe hat die Birne die Hauptrolle übernommen und wie ich gerade gesehen habe, sind schon zahlreiche tolle Rezepte eingegangen. Und darum wird es auch höchste Zeit, dass ich euch meinen Beitrag - mal wieder last minute - vorstelle.

Als ich auf dieses Event aufmerksam geworden bin, habe ich sofort an den Birnensenf aus Annik Weckers "Geschenke aus meiner Küche" (ein wundervolles Buch übrigens, dass ich euch bald noch näher vorstellen möchte) gedacht, den ich unbedingt ausprobieren wollte. Klassischer Weise isst man ihn wohl zu Käse, ich freue mich darauf. Für den offiziellen Geschmackstest müsst ihr euch allerdings noch 3 Wochen gedulden. So lange soll der Birnensenf vor dem Verzehr nämlich durchziehen.

Eine kleine Kostprobe musste aber natürlich sein, ich muss ja wissen, was ich euch hier vorsetze. :) Das Ergebnis: Er ist sehr köstlich, für meinen Geschmack allerdings etwas zu süß, sodass ich eventuell noch ein wenig experimentieren muss. Interessant finde ich übrigens, dass Claudia fast exakt das gleiche Rezept bereits im September 2005 nach der damals aktuellen "Essen und Trinken" zubereitet hat.

Noch ein kleiner Tipp: Senfmehl scheint recht schwierig zu finden sein. Alternativ kann man natürlich auch gelbe Senfkörner fein mahlen.



Zutaten für 2 bis 3 Gläser:
500 g Birnen
125 ml Birnensaft, ungesüßt
75 ml Weißweinessig
75 g Zucker
15 g Senfmehl

Die Birnen schälen, das Kerngehäuse und den Stiel entfernen und klein würfeln. Den Birnensaft mit dem Essig und dem Zucker in einem Topf aufkochen und rühren bis sich der Zucker aufgelöst hat. 100 g der Birnenwürfel 2 Minuten im heißen Sud legen, mit einer Schaumkelle herausnehmen und zur Seite stellen. Die restlichen Würfel in den Topf geben und für etwa 45 Minuten auf kleiner Flamme köcheln.



Das Senfmehl mit etwas von der Flüssigkeit verrühren und in den Topf geben. (Frau Wecker gibt an dieser Stelle die beiseite gestellten Birnenwürfeln mit dazu, doch mir erschließt sich der Sinn nicht so ganz.) Alles vorsichtig mit einem Stabmixer pürieren und anschließend die zur Seite gestellten Birnenwürfeln dazu geben. Für weitere 15 Minuten kochen und dabei stetig rühren.



Den Senf in sterile Gläser füllen und 3 Wochen durchziehen lassen. Er hält sich etwa 6 Monate.

Nach: Geschenke aus meiner Küche von Annik Wecker

Garten-Koch-Event Oktober 2010: Birnen  [31. Oktober 2010]

Dienstag, 26. Oktober 2010

Slowenien: Strudelteigkuchen mit Quark, Mohn und Sauerrahm

Da ich noch keine Schwarzwurzeln für den portugiesischen Beitrag auftreiben konnte - ein Alternativplan ist gerade in Arbeit, geht es erst mal weiter nach Slowenien.

Hier habe ich mich für diesen köstlichen Strudelkuchen entschieden. Frau Pils und ihren Kollegen beschreiben es sogar als slowenisches Nationalgericht und schlagen vor die Füllung mit Äpfeln, Rosinen und Walnüssen zu variieren. Das stelle ich mir ebenfalls sehr lecker vor, aber auch diese Füllung war toll. Sie hat sowohl optisch, als auch geschmacklich an diesen Mohn-Marzipan-Joghurt aus der Kühltheke erinnert - nur besser.



Zutaten für eine kleine Springform:
200 g Strudelteig
250 g Quark
125 g saure Sahne
1 EL Schlagsahne
100 g Butter
(zusätzlich welche für die Springform)
1 Ei und etwas Eigelb
25 g Mohn, gemahlen
75 g Zucker
1 EL Vanillezucker
abgeriebene Schale
von 1/2 Bio-Zitrone

Aus dem Strudelteig 8 Kreise in der Größe der Springform und einen größeren Kreis, er bildet später den Rand und soll etwas über die Springform hinaus schauen, ausschneiden. Den Backofen auf 180°C vorheizen und die Butter zerlassen.

Für die Füllung den Quark mit dem Ei, dem Mohn, dem Zucker, dem Vanillezucker und der Zitronenschale verrühren. Die Springform mit etwas Butter auspinseln und den größeren Teigkreis hinein legen und so in die Form legen, dass der Rand bedeckt ist. Mit etwas flüssiger Butter bestreichen und 1/4 der Quark-Mohn-Masse daraufgeben und glatt streichen.



Einen der kleineren Teigkreise darauf legen, mit Butter bestreichen und mit dem nächsten Kreis bedecken. Jetzt werden wieder Butter und Quarkmasse darauf gegeben, danach folgen wieder zwei Teigkreise mit Butter dazwischen. So weiter machen bis alle Kreise, bis auf einen, aufgebraucht sind. Anschließend die Ränder des ersten, größten Teigkreises umklappen, mit etwas Butter bestreichen und den letzten Kreis auflegen.



Die Sahne mit dem Eigelb verquirlen und den Kuchen damit bestreichen. Im heißen Backofen für etwa 30 bis 35 Minuten backen.

Anmerkung: Wenn ihr diesen Kuchen in einer normal großen Springform backen möchtet, einfach alle Zutaten verdoppeln und die Backzeit auf etwa 45 bis 50 Minuten erhöhen.

Nach: 1000 Recipes To Try Before You Die


Dober tek
!

Nächster Stopp: Portugal

Montag, 25. Oktober 2010

ARD Themenwoche: "Essen ist Leben"

Vielleicht wart ihr ja auch gerade bei Herrn Beckmann zu Gast und habt die hitzige Diskussion zwischen u. a. Herrn Bode, Geschäftsführer von foodwatch (deren Seite scheint derzeit nicht erreichbar zu sein), Herrn Mälzer und Frau Aigner, Bundesverbraucherschutzministerin verfolgt.

Die ARD-Themenwoche geht noch bis Freitag vielen Fragen rund um das Thema Essen und Ernährung auf den Grund. Eine Übersicht aller Sendungen findet ihr hier, verpasste Sendungen kann man hier online schauen.

Sonntag, 24. Oktober 2010

Oreo-Cupcakes (Cookies & Cream Cupcakes)

Hmmm... Cupcakes! Immer wenn ich in einem Blog über diese süßen Küchlein stolpere, nehme ich mir vor, selbst mal wieder welche zu backen. Einmal habe ich mich ja bereits getraut und bin für die Mühe mehr als belohnt worden.

Als ich diese Oreo-Cupcakes bei Amanda von
Fake Ginger entdeckte, mussten jedoch umgehend alle Zutaten besorgt werden, weil ich so angetan war. Wir lieben diese schwarzen Kekse mit der süßen Füllung sowieso, wie werden uns dann erst die Cupcakes schmecken?

Bis wir das herausfinden konnten, musste ich mich dann doch noch ein paar Tage gedulden: Blöderweise hatte ich die falschen Oreos (die mit Schokofüllung) gekauft. Sicherlich hätten es auch diese getan, aber ich wollte das Rezept so gern mit der weißen Füllung ausprobieren. Also beim nächsten Einkauf im großen Supermarkt genauer hingeschaut (fast wäre es mir noch einmal passiert, die Packungen sind einfach zu ähnlich) und es konnte losgehen. Was dabei herausgekommen ist? Seht selbst:



Ich bin euch noch eine Antwort schuldig: Sie schmecken himmlisch! Anders kann ich es wirklich nicht beschreiben. Wir waren beide absolut begeistert. Darum ist dieses Rezept gleich bei den Favourites gelandet.

Noch ein paar kleine Anmerkungen zum Rezept: Ich habe die Zuckermenge im Gegensatz zum Originalrezept fast halbiert, für deutsche Zungen sind die amerikanischen Mengen einfach ungewohnt. Für unseren Geschmack war es so genau richtig. Keine Angst, süß schmecken sie dennoch. Wie man Vanilleextrakt zubereiten kann, zeigt Kitchencowboy hier. Ich habe es selbst noch nicht ausprobiert (ist aber notiert) und ersetze stattdessen einen Teil des Zuckers durch selbst gemachten Vanillezucker. Außerdem war mein Frosting etwas knapp, darum ist der Swirl nicht ganz so hoch geworden. Ich habe die Menge im Rezept schon etwas hoch gesetzt, so müsste es ausreichen. Zur Sicherheit könnt ihr aber auch noch etwas mehr machen.




Zutaten für 6 Cupcakes:

Für die Cupcakes:
5 Oreo-Kekse
68 g Mehl
50 g Zucker
1/4 TL Backpulver
60 ml Milch
2 EL Butter
1 Ei (davon das Eiweiß)
1/2 TL Vanille-Extrakt
1 Prise Salz

Für das Frosting:
75 g Frischkäse
2 EL Butter
1 EL Sahne*
60 g Puderzucker
1/4 TL Vanille-Extrakt



* Nachdem das Frosting bei einigen zu weich geworden ist, lasst die Sahne besser weg und nehmt ggf. etwas mehr Puderzucker oder Butter.

Für die Deko:
3 Oreo-Kekse (oder ein paar mehr als Reserve)

Den Backofen auf 175°C vorheizen. Ein Muffinblech vorbereiten und mit sechs Papierförmchen auslegen.

Die Oreo-Kekse nehmen und vorsichtig die beiden Hälften voneinander trennen. Die Hälften mit der Cremeseite nach oben in die Papierförmchen legen. Nur intakte Hälften verwenden und nur solche an denen Creme haften bleibt. Kaputte und nackige Hälften zur Seite legen (werden später benötigt).

Zuerst die trockenen Zutaten (außer dem Zucker), also das Mehl mit dem Backpulver und dem Salz vermischen. Dann in einer anderen Schüssel die zimmerwarme Butter zusammen mit dem Zucker mit dem Handmixer cremig schlagen. Das Eiweiß und etwas Vanilleextrakt dazu geben und alles auf höchster Stufe mehrere Minuten schlagen, bis eine schaumige Masse entsteht.
Die Hälfte der trockenen Zutaten hineingeben und auf kleiner Stufe untermischen. Die Milch dazu geben und kurz unterrühren. Den Rest der trockenen Zutaten dazugeben und ebenfalls kurz untermischen bis ein glatter Teig entsteht.



Für die Verzierung werden später 6 halbe Kekse benötigt. Dafür drei Kekse mit einem scharfen Messer halbieren, sodass jeweils zwei Halbkreise entstehen. Unschöne und zerbrochene Kekse zu anderen aussortierten legen. Diese grob hacken und unter den Teig heben. Den Teig mit zwei Teelöffeln in die Papierförmchen geben. Auf der mittleren Schiene des vorgeheizten Ofens für etwa 15 bis 18 Minuten (Stäbchenprobe) backen.

Die Cupcakes aus dem Ofen nehmen kurz abkühlen lassen. Anschließend auf ein Backgitter setzen und dort vollständig abkühlen lassen.

Für das Frosting den Frischkäse und die Butter auf Zimmertemperatur bringen und mit dem Handmixer auf mittlerer Stufe etwa eine Minute cremig schlagen. Den Vanilleextrakt dazugeben und den Puderzucker hineinsieben und alles nochmals etwa eine Minute schlagen. Die Schlagsahne erst langsam einrühren und wenn sich alles zu einer Masse verbunden hat schneller schlagen, bis das Frosting eine schöne Konsistenz hat.

Die abgekühlten Cupcakes mit dem Frosting verzieren, die Oreo-Keks-Hälften daraufsetzen und vernaschen.

Nach Fake Ginger

Freitag, 22. Oktober 2010

Überraschende Ausbeute

Damit hatte ich wirklich nicht mehr gerechnet. Nachdem ich hier schon ein - wie sich jetzt herausgestellt hat - voreiliges Fazit von diesem Tomatensommer gezogen hatte, konnten wir doch noch eine schöne Portion ernten. Völlig unerwartet, und darum freut es mich umso mehr.



Ihr seht auf dem Foto vorwiegend die "gelbe Wildtomate" und vereinzelt ein paar der "Sorte Spoon". "Black Cherry" hat sich leider schon in den Winterschlaf verabschiedet (sie sieht aus als wäre sie vertrocknet, dabei habe ich sie genau wie die anderen gegossen).

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Feigen mit Ziegenfrischkäse und Honig im Schinkennest

Einen echten Klassiker in unserer Küche, den ich schon oft zubereitet jedoch noch nie gebloggt habe, möchte ich euch heute vorstellen. Ich liebe die Früchte in dieser Variante als leichte Vorspeise in Begleitung eines frischen Salates, aber auch ein Soloauftritt steht ihr gut. Zudem lassen sie sich leicht in ein Menü integrieren, weil sie so schnell zubereitet sind.

Wir haben sie hier zu einem frischen Salat mit Brombeervinaigrette gegessen.



Für zwei Portionen:
2 reife Feigen
4 Scheiben Schinken
2 EL Ziegenfrischkäse
2 Walnüsse
Honig
Rosmarin
Pfeffer
Salz

Den Ofen auf 200°C vorheizen. Die Walnüsse grob und den Rosmarin sehr fein hacken. Die Feigen vorsichtig waschen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Anschließend das holzige Ende des Strunks abschneiden und die Feigen kreuzförmig so weit einschneiden, dass sie sich etwas auseinander klappen lassen.

Mit einem Löffel in die Mitte jeder Feige etwas Ziegenfrischkäse geben, den unteren Teil der Früchte mit dem Schinken umwickeln und in eine Auflaufform setzen. Die Walnüsse und den Rosmarin darüber streuen, salzen und pfeffern und mit etwas Honig beträufeln.

In den vorgeheizten Ofen stellen und überbacken, bis der Honig zerlaufen ist und der Käse cremig aussieht. Sofort servieren. Passt sehr gut zu einem frischen Salat und frisch aufgebackenem Ciabatta.

Nach essen & trinken Ausgabe 02/2007


Sonntag, 17. Oktober 2010

Nachgebaut: Bic Mac

Der Plan war eigentlich einfach: Ich wollte am aktuellen Blogevent mit dem treffenden Namen "The Real Deal", bei dem Fertigprodukte neu interpretiert werden sollen, teilnehmen. An Ideen hat es nicht gemangelt, die Auswahl im Supermarkt um die Ecke ist schließlich überwältigend, ich hatte eher Probleme mich zu entscheiden.

Schließlich habe ich mir in den Kopf gesetzt, meinen Lieblingsburger der weltweit umsatzstärksten Fastfood-Kette nachzubauen. Das hat auch - obwohl auf den letzten Drücker - soweit ganz gut geklappt. Doch leider hatte ich an diesem Abend eine Kopfschmerzattacke, die so heftig war, dass ich fast 24 Stunden lang unfähig war irgendetwas zu machen. Und so habe ich leider mal wieder den Abgabetermin für ein Blogevent verpasst.

Das Ergebnis möchte ich euch trotzdem nicht vorenthalten:



Die Burgerbrötchen habe ich nach diesem Rezept zubereitet. Dabei habe ich mir allerdings einmal Gehzeit gespart und sie gleich nach dem ausstechen aufs Blech gelegt, mit etwas Wasser bestrichen und mit Sesamkörnern bestreut um sie möglichst realistisch aussehen zu lassen.

Für die Sauce habe ich nach einem Chefkoch-Rezept ein Eigelb
erst tropfenweise unter ständigem Rühren hinzugeben, später im dünnen Strahl mit etwa 80 ml Olivenöl verrührt. Leider hat man den typischen Olivenölgeschmack durchgeschmeckt, was mir nicht so gefallen hat. Das nächste Mal werde ich ein neutrales Öl, wie z. B. Sonnenblumenöl verwenden. Anschließend habe ich die Sauce mit Pfeffer, Salz, Tomatenmark, Curcuma, Paprikapulver, Senf, Weißweinessig, Zucker, klein gehackte Zwiebel, Knoblauchzehe und Gewürzgurken abgeschmeckt, bis sie lecker und annähernd nach Big-Mac-Sauce geschmeckt hat. Die Vorlage dazu habe ich von Shàngdū.



Für den Fleischanteil habe ich Rinderhack mit Salz und Pfeffer gewürzt, zu Bouletten geformt und sie in der heißen Pfanne angebraten. Außerdem habe ich eine Tomate und ein paar Gewürzgurken in Scheiben, etwas Salat in Streifen und Käse in Vierecke geschnitten. Schließlich wurden die Burgerbrötchen halbiert und mit allen frischen Zutaten, der Sauce, dem Fleisch und zusätzlich einem halben Burgerbrötchen belegen.

Blog-Event LXI - The Real Deal (Einsendeschluss 15. Oktober 2010)
Link

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Serbien: Bohnensuppe mit Debreziner und Paprika

Aufmerksame Leser meines Blogs haben es sicherlich schon bemerkt: Eigentlich stünde heute Portugal auf der Reiseroute. Das ist richtig. Wir möchten dort jedoch unbedingt die überbackenen Schwarzwurzelröllchen ausprobieren und bisher konnten wir beim einkaufen noch keine Besetzung für die Hauptrolle finden. Doch die Saison hat ja gerade erst begonnen und so können wir das bald nachreichen.

Diese serbische Bohnensuppe mit Debreziner ist auf jeden Fall eine wunderbare Alternative für kalte Herbstabende. Ich habe die Zutaten ausnahmsweise für 4 Portionen aufgeschrieben, weil ich finde, dass sich Suppe prima vorkochen und z. B. einfrieren lässt. Nach Debreziner muss man ein wenig suchen, aber es lohnt sich. Alternativ kann man aber auch zu einer anderen scharfen Paprikawurst (z. B. von PICK) greifen.



Zutaten für 4 Portionen:
400 g Kartoffeln
1 rote Paprika
1 grüne Paprika
500 g Tomaten
250 g Kidneybohnen (Dose)
250 g weiße Bohnen (Dose)
200 g Debreziner
100 g geräucherter Speck
1 l Fleischbrühe
125 ml Rotwein
150 g Sahne
2 EL Butter
2 EL Tomatenmark
3 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
2 Lorbeerblätter
1 TL Paprikapulver, scharf
Pfeffer
Salz

Zuerst die Kartoffeln, die Zwiebeln und den Knoblauch schälen. Dann geht es ans schnibbeln: Die Paprikaschoten, die Kartoffeln und den Speck grob würfeln. Die Tomaten vierteln entkernen und hacken (bei Bedarf vorher häuten). Zwiebeln und Knoblauch ebenfalls fein wüfeln. Die Debreziner in Scheiben schneiden.



Die Butter in einen großen Topf geben, erhitzen und den Speck hineingeben. Die kleingeschnittenen Zwiebeln, Knoblauch und Paprika zufügen und dünsten. Das Tomatenmark dazugeben und mit Paprikapulver bestäuben, beides anrösten. Schließlich die Tomaten und Kartoffeln untermischen, die Brühe angießen und die Lorbeerblätter dazugeben. Mit Pfeffer und Salz abschmecken und etwa 20 Minuten zugedeckt köcheln lassen.

In der Zwischenzeit die weißen und roten Bohnen in ein Sieb geben, gründlich abspülen und abtropfen lassen. Zusammen mit der Debreziner, der Sahne und dem Rotwein zur Suppe geben, die Wurst kann vorher auch in einer Pfanne knusprig angebraten werden. Nochmals bei niedriger Temperatur für etwa 10 Minuten köcheln lassen.

Die Lorbeerblätter herausfischen und die Suppe in tiefen Tellern servieren.



Nach: 1000 Recipes To Try Before You Die


Prijatno!

Nächster Stopp: Slowenien

Montag, 11. Oktober 2010

Malta: Geschmortes Kaninchen in Rotwein

Wild mal anders. Dieses maltesische Kaninchen kommt fruchtig mediterran daher, durch die Begleitung von Rotwein, Tomaten und Thymian. Für die exotische Note sorgt etwas Zimt, den man leicht herausschmeckt, sich aber mit den restlichen Zutaten zu einem harmonischen Gericht vereint.



Zutaten für zwei Portionen:
2 Kaninchenkeulen
250 g Tomaten
50 g Bacon
125 ml Rotwein
1 große Zwiebel
1 - 2 Knoblauchzehen
1 EL Olivenöl
1 EL milder Weinessig
1 Lorbeerblatt
½
Zimtstange
1 Prise Zucker
Pfeffer
Salz

Die Kaninchenkeulen soll man laut Rezept quer in zwei Teile schneiden. Da mir das ohne Knochen zu zerteilen nicht gelungen ist und die Stücke nicht größer aussahen, als im Buch abgebildet, habe ich diesen Teil ausgelassen und bin zu Schritt zwei übergegangen. Dabei werden sie von beiden Seiten kräftig mit Salz und Pfeffer bestreut.

Die Zwiebel und die Knoblauchzehe(n) fein schneiden bzw. in die Knoblauchpresse geben und den Speck würfeln. Die Tomaten vierteln entkernen und ebenfalls in kleine Wüfel schneiden. Wer die Haut nicht mag, kann sie vorher häuten. Dafür die Tomaten mit kochendem Wasser übergießen, wenige Sekunden ziehen lassen und in eine Schüssel mit kaltem Wasser tauchen, dann lässt sich die Haut ganz leicht abziehen.

Das Olivenöl in einen großen Topf erhitzen, die Keulen dazugeben und bei mittlerer Hitze von allen Seiten anbraten. Die klein gehackte Zwiebel, den Knoblauch und die Speckwürfel dazugeben und kurz mitbraten. Nun die Tomaten und den Rotwein dazugeben und alles aufkochen. Das Lorbeerblatt, die Zimtstange und den Thymian dazugeben und zugedeckt für etwa 30 Minuten schmoren lassen.



Das Fleisch aus dem Topf heben und warm stellen und die Gewürze herausfischen. Die Sauce mit Zucker und Weinessig abschmecken und etwas einkochen. Das Fleisch mit der Sauce begießen (man kann es auch nochmal in den Topf geben, wenn es sich etwas abgekühlt hat) und servieren. Dazu passt frisch aufgebackenes Baguette.

Nach: 1000 Recipes To Try Before You Die

L-ikla t-tajba!

Nächster Stopp: Serbien

Samstag, 9. Oktober 2010

Danke!

Der heutige Blogeintrag ist einem ganz besonders wichtigem Menschen in meinem Leben gewidmet:

Danke, dass du mich bei diesem wahnwitzen Projekt unterstützt und vorsichtshalber den Flyer vom Pizzaservice griffbereit legst, wenn ich lauter als sonst aus der Küche fluche.

Danke, dass du dann herbeigeeilt kommst und unter prüfendem Blick überlegst, wie du mich (und unser Abendessen) retten kannst.

Danke, dass du mich einfach immer unterstützt, egal was ich mir gerade in den Kopf gesetzt habe.

Ich bin froh, dass es dich gibt!

PS: Weißt du, was heute für ein Tag ist?

Freitag, 8. Oktober 2010

Rührei mit Krabben

Das Wochenende steht vor der Tür. Gibt es einen schöneren Start in die freien Tage, als ein ausgedehntes Frühstück? Ich habe mir schon lange vorgenommen uns auch mal zu Hause einen ausgiebigen Brunch zu gönnen. Daraus ist bisher noch nichts geworden, aber ich teste schon mal nach und nach ein paar Komponenten aus.

Wie zum Beispiel dieses Rührei mit Krabben, das am Besten frisch aus der Pfanne schmeckt.



Dafür zuerst die Krabben in etwas Olivenöl (wer es nicht ganz so herzhaft mag, kann Butter verwenden) anbraten.



Dann drei Eier in die Pfanne schlagen und wenn sie etwas gestockt sind verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und sofort servieren.



Im Radio habe ich übrigens gehört, dass heut Tag des Eies ist. Wie passend. :-)

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Kroatien: Gefüllte Tintenfischtuben mit Schafskäse und Schinken

Ich hatte es ja befürchtet: Mit Schinken und Schafskäse gefüllte Tintenfischtuben - ob man die kleinen Tentakelwesen da noch herausschmeckt? Die Antwort lautet: Nein, leider fast nicht. Dabei liebe ich diesen ganz eigenen Geschmack so sehr.

Aus diesem Grund werde ich die restlichen Tuben ganz klassisch und schlicht, nämlich gegrillt auf Salat servieren. So schmecken sie uns einfach am besten.

Bitte verzeiht die spärlichen Fotos. Es war eine ziemliche Friemelei, die kleinen Tuben mit den Fetastreifen zu füllen, da ich diese - wie im Rezept vorgegeben - 2 x 2 cm dick geschnitten hatte (was natürlich viel zu groß für meine Minituben war).



Zutaten für zwei Portionen:

250 g Tintenfischtuben
80 g roher luftgetrockneter Schinken
80 g Schafskäse
80 ml Weißwein
Olivenöl
Petersilie
Semmelbrösel
Salz
Pfeffer

Den Backofen auf 220 °C vorheizen. Die Tintenfischtuben waschen, trockentupfen und auf möglicherweise noch vorhandene Fischbeine untersuchen. Den Schafskäse in schmale Streifen schneiden und mit je einer Scheibe Schinken umwickeln und in die Tintenfischtuben stecken. Bei der Größe darauf achten, dass die Tuben beim Backen noch etwas schrumpfen.

Zwei feuerfeste Förmchen mit etwas Olivenöl auspinseln und die gefüllten Tuben hineinlegen. In einer Tasse 1 EL Semmelbrösel mit 1 EL fein gehackter Petersilie und etwas Salz vermengen und die Tintenfischtuben zuerst damit bestreuen und dann mit etwas Olivenöl beträufeln. Mit dem Weißwein angießen und für etwa 30 Minuten im vorgeheizten Ofen backen.

Die gefüllten Tintenfischtuben nach Belieben mit weiterer fein gehackter Petersilie bestreuen, mit dem Weißweinsaft begießen und mit frisch aufgebackenem Baguette oder zu Salat servieren.

Nach: 1000 Recipes To Try Before You Die

Dobar tek!

Nächster Stopp: Malta

Freitag, 1. Oktober 2010

Nachgereicht: zweistöckige Hochzeitstorte

An dem Tag, an dem ich euch Homer Simpson in Kuchenform vorstellte, fiel es mir wieder ein: Ich habe euch ja noch gar nicht mein kleines Projekt zweistöckige Hochzeitstorte vorgestellt. Daran habe ich mich im Mai dieses Jahres gewagt - es ist also mittlerweile fast ein halbes Jahr her.



Zuerst habe ich mir in den Weiten des Internets Inspirationen angeschaut und abgespeichert, bis ich mir in meinem Kopf ein genaues Bild der Torte ausgemalt hatte. Anschließend musste ich mir noch ein wenig Wissen aneignen, denn es sollte möglichst nichts schief gehen.

Beim unteren Boden habe ich mich schließlich nach mehreren Empfehlungen für eine "Sachertorte nach Oma Buchholz" entschieden. Das Rezept findet man nach einiger Sucherei in den Forenbeiträgen auf chefkoch.de (leider nicht unter Rezepten). Der erste Versuch ist leider gründlich daneben gegangen: Die Stäbchenprobe war in Ordnung, aber beim Durchschneiden stellte sich heraus, dass der Teig teilweise doch noch nicht fertig gebacken war. Außerdem war er deutlich zu niedrig, sodass ich schließlich noch einen gemacht und beide zusammengesetzt habe.

Der obere Teil ist eine Waldbeer-Sahne-Wickeltorte nach diesem Rezept. Dort hat mir zwar, wie immer, der Mürbeteig etwas zu schaffen gemacht (die Torte hatte schließlich einen Mürbeteig-Puzzle-Boden, aber das hat niemand gemerkt), aber durch den Streifen-Look sie war optisch ein Hingucker und hat köstlich geschmeckt. Leider habe ich vom Innenleben keine Fotos gemacht.

Die beiden Torten habe ich mit dunkler (für die Sachertorte) bzw. weißer Ganache (für die Waldbeer-Sahne-Wickeltorte) bestrichen und mit dem Fondant eingekleidet. Die roten Rosen, die kleinen Gänseblümchen und den Fondant habe ich im Internet bestellt, lediglich die weißen Rosen habe ich aus dem Fondant selbst modelliert. Zur Sicherheit habe ich die beiden Teile getrennt zur Hochzeit transportiert und erst dort zusammengesetzt (wir hätten auch keine so große Transportbox gehabt).



Ich für meinen Teil war mit dem Ergebnis sehr zufrieden und: Nein, ich habe nicht beabsichtigt, dass sie wie ein Hut aussieht und das ist nichts, was man nach bestimmt 6 Stunden Arbeit hören möchte.