Nun ist der Herbst auch wettertechnsich mit voller Wucht bei uns angekommen. Mitte dieser Woche sah das jedoch noch ganz anders aus. Diese Gelegenheit habe ich genutzt, um mit der Kamera einzufangen, was den Sommer über auf unserem Balkon gediehen (Ist das die richte Form?) ist.
Mit Tomaten habe ich ja schon in den letzten Jahren mein Glück versucht. Damals sind sie recht gut gewachsen und der Geschmack war ganz gut, hat aber nicht begeistert. Eigentlich haben sie wie etwas bessere Supermarkttomaten geschmeckt. Die Samen habe ich damals im Supermarkt gekauft, ich glaube es handelte sich dabei um die Sorte "Balkonzauber".
Anfang diesen Jahres habe ich mich in einigen Tomatenforen (ja, so etwas gibt es tatsächlich) umgeschaut und dabei bin ich immer wieder über eine Hand voll Sorten gestolpert. Schließlich habe ich mir drei Sorten ausgesucht: Jeweils eine Sorte mit gelben, eine mit roten und eine mit schwarzen Früchten oder auch "WM-Tomaten", wie mein Freund begeistert feststellte. Ein paar Tage später lag ein Briefchen von Helmut Pummer aus Österreich mit den Samen für die gelbe Wildtomate, Spoon und Black Cherry und ich konnte es kaum erwarten mit der Aussaat loszulegen.
Nun ist der Sommer vorbei und es ist die Zeit für ein Fazit: Ich hätte mir etwas mehr Ertrag gewünscht, aber sie schmecken fantastisch! Vor allem die Sorte Spoon (die roten), dicht gefolgt von der gelben Wildtomate, hat es uns angetan. Sie schmecken beide richtig aromatisch und zuckersüß, Spoon etwas mehr. Black Cherry ist etwas weniger süß und dadurch herzhafter, aber auch sehr lecker.

Eigentlich wollte ich mit ihnen beim Blog-Event "Balkon-Bewohner" von Peggy mitmachen. Aber das die kleinen Früchtchen so rar sind, haben wir sie lieber pur genascht ohne sie aufwendig zuzubereiten. Schließlich muss auch abgestimmt werden, wer sich seinen Platz an der Sonne für das nächste Jahr gesichert hat.

In die Tomatentöpfe habe ich außerdem etwas Basilikumsamen gestreut. Dort ist er super gewachsen, in den gekauften Töpfchen aus dem Supermarkt hat er dagegen viel zu wenig Platz und geht darum meist innerhalb weniger Wochen ein.
Von meiner Mutti habe ich außerdem eine Physalispflanze geschenkt bekommen. Sie hat fleißig kleine Früchte ausgetrieben, die aber leider nicht richtig reif geworden sind. Schade. Aber hübsch anzusehen ist sie allemal.
Was kommt euch zuerst in den Sinn, wenn ihr an Italien denkt? Mir fallen da sofort Pizza, Pasta und Tiramisu ein. Zweifelsfrei alles sehr leckere Sachen, aber ich wollte etwas neues ausprobieren und entschloss mich für diese Kartoffelpizza.
Der Kartoffelteig hat mich schlicht begeistert. Er hatte die perfekte Konsistenz und hat schon roh so lecker geschmeckt, dass ich ihn am liebsten aufgegessen hätte. Als ich bemerkte, dass unser Vorrat an Tiefkühlspinat doch nicht mehr so groß war, wie gedacht, habe ich kurzerhand die Mengen für den Belag halbiert und die andere Hälfte der Pizza mit Kirschtomaten und Camenbert belegt. Eine Pizza in den Landesfarben quasi.
Schließlich haben wir festgestellt, dass uns der Tomatenbeleg sogar etwas besser gemscheckt hat. Beim nächsten Mal werde ich mit dem Belag wohl noch etwas weiter experimentieren, aber den Kartoffelteig kann ich wirklich uneingeschränkt empfehlen.

Zutaten für 4 Portionen:
400 g mehlig kochende Kartoffeln
250 g Blattspinat
1 kleine Zwiebel
2 Knoblauchzehen
100 g geriebener Pecorino
(oder anderer Käse)
150 g Mehl
1 Ei
100 ml Olivenöl
Salz
Die Kartoffen schälen, große Exemplare halbieren und in Salzwasser gar kochen. Anschließend mit einem Kartoffelstampfer zu Mus verarbeiten. Das Mehl, das Ei, 3 EL Olivenöl und einen halben Teelöffel Salz dazugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten.
Den Spinat in kochendem Salzwasser blanchieren, abgießen und abtropfen lassen. In der Zwischenzeit die Zwiebel und die Knoblauchzehen schälen und fein würfeln. Anschließend den Spinat vorsichtig ausdrücken und grob hacken. Alles zusammen mit dem Pecorino vermischen und den Backofen auf 175°C vorheizen.
Eine Tarteform mit Öl auspinseln, mit dem Kartoffelteig auskleiden und diesen mit einer Gabel mehrmals einstechen und mit Öl bepinseln. Die Spinatmischung darauf geben und glatt streichen. Das restliche Öl darüberträufeln und im Backofen für etwa 40 Minuten backen.
Nach: 1000 Recipes To Try Before You Die
Buon appetito!
Nächster Stopp: Kroatien
Während ich Tzatziki bei Grillabenden bisher stets verschmähte, ist mein Freund ein richtiger Tzatziki-Fan. Die restlichen 200 g der angebrochenen Packung vegetierten dann oft im Kühlschrank vor sich hin, bis sich niemand mehr traute davon zu essen.
Ganz anders war es bei diesem Tzatziki. Es lohnt sich wie so oft wirklich es selbst zu machen. Ein Fan bin ich zwar nicht geworden, aber es hat mir geschmeckt und wird sicherlich seinen festen Platz neben Steaks und Bratwürsten finden. Die Hacksteaks kann man übrigens auch auf dem Grill zubereiten.

Zutaten für zwei Personen:
Für die Hacksteaks:
300 g Hackfleisch vom Kalb oder Rind
50 g Feta
1 Ei
25 g schwarze Oliven
2 EL Semmelbrösel
1 große Zwiebel
Olivenöl
1/2 Bio-Zitrone
Oregano
Pfeffer
Salz
Für das Tzatziki:
100 g griechischer Joghurt
1/2 Salatgurke
2 Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
1 TL Weißweinessig
Salz
Die Zwiebeln aus ihrer Haut befreien und fein würfeln. Die Oliven hacken und den Feta mit einer Gabel zerbröseln. Alles zusammen mit dem Hackfleisch, dem Ei, den Semmelbröseln und den Gewürzen in eine Schüssel geben und verkneten. Im Kühlschrank zugedeckt für etwa 20 Minuten ziehen lassen.
In der Zwischenzeit die halbe Salatgurke schälen und möglichst fein raspeln. In ein Sieb geben, mit etwas Salz bestreuen und ziehen lassen. Die Knoblauchzehen schälen und fein hacken oder in eine Knoblauchpresse geben. Den Joghurt, die Zwiebeln, den Knoblauch, die Gurke, das Olivenöl und die Gewürze in eine Schüssel geben und zu einer Creme verrühren. Mit Essig und Pfeffer abschmecken.

Das Fleisch aus dem Kühlschrank nehmen. In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen, aus dem Fleisch vier flache Klopse formen und diese im heißen Öl von jeder Seite 4 Minuten braten.
Die Hacksteaks zusammen mit dem Tzatziki und einer Zitronenspalte servieren. Dazu passt ein frischer Salat.
Nach: 1000 Recipes To Try Before You Die
Καλή όρεξη!
Nächster Stopp: Italien
Mein Freund hat sich schon länger einen Geburtstagskuchen im Homerkostüm gewünscht. Und natürlich hat er ihn bekommen.

Im Inneren versteckte sich ein klassischer Marmorkuchen mit Schattenmorellen, den ich mit Amaretto verfeinert habe. Bei der Dekoration habe ich mich an diesem Rezept orientiert. Für die gelbe Simpsons-Haut habe ich allerdings Fondant. Die Lakritzschnecken haben mir fast den letzten Nerv geraubt, weil sie partout - auch mit Zuckerguss - nicht halten wollten. Dafür ist das Ergebnis jedoch recht ansehlich, finde ich.
Risotto kannte ich lange nur vom Hörensagen. Ich hatte auch lange keine Ambitionen es auszuprobieren, da ich dabei unwillkürlich an Milchreis denken musste, den ich noch nie besonders möchte. Bis ich dann in besagtem Restaurant an der Themse saß und plötzlich Appetit auf Lachsfilet im schwarzen Risottomeer verspürte. Seit diesem Tag bin ich ein Risottofan.
So kam es, dass die Entscheidung für das Schweizer Rezept schnell gefällt war - Liebe auf den ersten Blick sozusagen. Bei der Zugabe des Radicchios war ich mir dann jedoch sehr unsicher. Ich hatte Angst, dass sein leicht bitterer Geschmack zu sehr dominiert. Und obwohl ich schon weniger als im Rezept angegeben in den Topf geworfen hatte, verhieß die erste Kostprobe nichts gutes.
Mein Freund wurde natürlich umgehend über diese Tatsache informiert: "Scheiße, jetzt hab ich's versaut. Rufst du den Pizzadienst an?". Da half auch kein Herbeieilen und besorgtes in den Topf schauen, für mich war die Sache klar wie Kloßbrühe. Also klatschte ich den Reisbrei lustlos auf zwei Teller, hielt die Misere fotografisch für die Nachwelt fest und deckte dann frustriert den Tisch.
Zu unserer Überraschung schmeckte es dann eigentlich doch ganz okay. Und nach ein paar Löffeln eigentlich richtig gut. Ich habe keine Ahnung warum es das vorher nicht tat. Vielleicht habe ich einfach nicht richtig umgerührt.

Zutaten für zwei Portionen:
150 g bis 200 g Risottoreis
½ Radicchio-Kopf
½ Zwiebel
500 ml Gemüsebrühe
50 ml Rotwein
2 EL Frischkäse
2 EL Butter
1 Zweig roten Basilikum
(ersatzweise herkömmlichen Basilikum)
1 Messerspitze Safran
Pfeffer
Salz
Die Zwiebel aus ihrer Haut befreien und fein würfeln. In der Zwischenzeit die Gemüsebrühe erhitzen (das geht am schnellsten in der Mikrowelle). Die Butter in einem Topf schmelzen, die Zwiebel dazu geben und glasig dünsten. Nun den Risottoreis und den Safran in den Topf geben und für etwa 3 Minuten unter ständigem Rühren (!) andünsten. Die Reiskörner sollen glasig glänzen dürfen aber nicht braun werden.
Den Reis mit dem Wein ablöschen und diesen einkochen lassen, dabei stets rühren. Anschließend mit soviel heißer Brühe aufgießen, dass der Reis gerade so bedeckt ist und diese wieder unter ständigem Rühren einkochen lassen. Diesen Vorgang so lange wiederholen, bis die Gemüsebrühe fast aufgebraucht ist (etwa 20 Minuten, eher länger).
In der ZWischenzeit den halben Radicchio putzen, den Strunk entfernen und die Blätter in feine Streifen schneiden. Ich habe nicht alle Radicchiostreifen dazugegeben, weil es sonst für meinen Geschmack etwas zu bitter geworden wäre. Wenn nur noch wenig Gemüsebrühe übrig ist, die Radicchiostreifen in den Topf geben und alles etwa 5 Minuten weiterköcheln.
Den Topf von der Kochstelle nehmen, den Frischkäse einrühren und das Risotto mit Salz und Pfeffer abschmecken. In tiefen Tellern servieren und mit in Streifen geschnittenem Basilikum bestreuen.
Nach: 1000 Recipes To Try Before You Die
En Guete!
Nächster Stopp: Griechenland
Wenn jemand eine Idee hat, warum meine Sidebar so überhängt und wie man das beheben kann: Bitte meldet euch bei mir! Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.