Samstag, 30. Oktober 2010

Birnen-Senf

Sus vom Gartenblog hat wieder zum allmonatlichen Garten-Koch-Event aufgerufen und ich möchte dieses Mal gern daran teilnehmen. In der Oktober-Ausgabe hat die Birne die Hauptrolle übernommen und wie ich gerade gesehen habe, sind schon zahlreiche tolle Rezepte eingegangen. Und darum wird es auch höchste Zeit, dass ich euch meinen Beitrag - mal wieder last minute - vorstelle.

Als ich auf dieses Event aufmerksam geworden bin, habe ich sofort an den Birnensenf aus Annik Weckers "Geschenke aus meiner Küche" (ein wundervolles Buch übrigens, dass ich euch bald noch näher vorstellen möchte) gedacht, den ich unbedingt ausprobieren wollte. Klassischer Weise isst man ihn wohl zu Käse, ich freue mich darauf. Für den offiziellen Geschmackstest müsst ihr euch allerdings noch 3 Wochen gedulden. So lange soll der Birnensenf vor dem Verzehr nämlich durchziehen.

Eine kleine Kostprobe musste aber natürlich sein, ich muss ja wissen, was ich euch hier vorsetze. :) Das Ergebnis: Er ist sehr köstlich, für meinen Geschmack allerdings etwas zu süß, sodass ich eventuell noch ein wenig experimentieren muss. Interessant finde ich übrigens, dass Claudia fast exakt das gleiche Rezept bereits im September 2005 nach der damals aktuellen "Essen und Trinken" zubereitet hat.

Noch ein kleiner Tipp: Senfmehl scheint recht schwierig zu finden sein. Alternativ kann man natürlich auch gelbe Senfkörner fein mahlen.



Zutaten für 2 bis 3 Gläser:
500 g Birnen
125 ml Birnensaft, ungesüßt
75 ml Weißweinessig
75 g Zucker
15 g Senfmehl

Die Birnen schälen, das Kerngehäuse und den Stiel entfernen und klein würfeln. Den Birnensaft mit dem Essig und dem Zucker in einem Topf aufkochen und rühren bis sich der Zucker aufgelöst hat. 100 g der Birnenwürfel 2 Minuten im heißen Sud legen, mit einer Schaumkelle herausnehmen und zur Seite stellen. Die restlichen Würfel in den Topf geben und für etwa 45 Minuten auf kleiner Flamme köcheln.



Das Senfmehl mit etwas von der Flüssigkeit verrühren und in den Topf geben. (Frau Wecker gibt an dieser Stelle die beiseite gestellten Birnenwürfeln mit dazu, doch mir erschließt sich der Sinn nicht so ganz.) Alles vorsichtig mit einem Stabmixer pürieren und anschließend die zur Seite gestellten Birnenwürfeln dazu geben. Für weitere 15 Minuten kochen und dabei stetig rühren.



Den Senf in sterile Gläser füllen und 3 Wochen durchziehen lassen. Er hält sich etwa 6 Monate.

Nach: Geschenke aus meiner Küche von Annik Wecker

Garten-Koch-Event Oktober 2010: Birnen  [31. Oktober 2010]

Kommentare:

Manu hat gesagt…

Tolles Rezept!

Ich habe mir schon oft überlegt, Senf selber zu machen, aber das mit dem Senfmehl, bzw. den Senfkörnern hat mich bis jetzt immer abgeschreckt.

Paule hat gesagt…

Ich habe mir letzte Woche auch das Buch von Annik Wecker gekauft und bin absolut begeistert. Ein schönes Buch voll mit tollen Ideen.
Und Senf selber machen finde ich sehr spannend. LG

Lillebi hat gesagt…

@Manu: Das ist gar nicht schwer. Die Senfkörner werden hier ja wie ein normales Gewürz verwendet, das Mahlen hat mein Mixer übernommen. Vielleicht versuchst du es auch mal? :-)

@Paule: Ich liebe es auch. Vor allem finde ich die Aufmachung toll. Das ist mir bei Kochbüchern immer sehr wichtig.

Sus hat gesagt…

Stimmt, Senf steht auch noch auf meiner "At-least-once-in-a-lifetime"-Nachkoch-Liste. Ich werde wiederkommen :-)

Liebe Grüße, Sus

Sandy hat gesagt…

Ich stelle Euch jetzt mal den Senf vor, den man zu Weihnachtszeit unbedingt haben muss: Adventssenf
Er ist nur jetzt und bis Weihnachten erhältlich, also haltet Euch ran. Durch die weihnachtlichen Gewürze passt er hervorragend zum Weihnachtsessen.
Gefunden habe ich ihn bei http://www.sololia.de/gewuerzkombos-suess-pikant.html
Da gibt es auch ziemlich leckere Dips, die man super schnell anrühren kann.

Anonym hat gesagt…

Senfmehl gibt es in russ. Läden. Falls Ihr einen in der Nähe habt, dann fragt da einfach nach....

PS. manchmal führen auch türk. Läden ein wenig von russ. Produkten!!!!

LG