Beim Blättern in meinem neuen Kochbuch "KOCHEN! Das gelbe von GU", welches für mich unter dem Weihnachtsbaum lag, blieben meine Augen an dem verführerisch klingenden Rucola-Risotto mit Weißwein hängen. Ich wollte mich endlich an dieses Gericht heranwagen und es für mich entmythifizieren und schrieb alle Zutaten auf die Einkaufsliste.
Der Weißwein war bei uns ein trockener Chablis - der kam sowohl zum Risotto in den Topf, als auch ins Glas. Wir sind leider keine Weinkenner, doch er war ganz nach unserem Geschmack und hat wunderbar mit dem leicht bitteren Aroma des Rucolas harmoniert. Leider waren mir die Risottokörner noch etwas zu bissfest. Fazit: Für mein erstes Mal bin ich sehr zufrieden, ich muss lediglich an der perfekten Kochzeit arbeiten. Das wird definitiv wiederholt.
Edit: Mir ist gerade aufgefallen, dass ich mich doch schon mal an ein Risotto gewagt habe. Dann ist dieses hier eben mein erstes mit weißem Risottoreis.

Zutaten für zwei Portionen:
200 g Risottoreis
50 g Rucola
30 g Parmesan, gerieben
½ kleine Zwiebel
2 EL Butter
400 ml Gemüsebrühe
50 ml trockener Weißwein
(z. B. Chablis)
Pfeffer
Salz
Die Zwiebel schälen und sehr fein hacken. Die Gemüsebrühe erhitzen bzw. in heißem Wasser anrühren, das ist wichtig, damit der Kochvorgang beim aufgießen nicht jedes Mal unterbrochen wird.
1 EL Butter in einen Topf geben und erhitzen, die Zwiebel dazugeben und anschwitzen. Nun den Risottoreis (ungewaschen) in den Topf geben und für etwa 3 Minuten unter ständigem Rühren (!) andünsten. Die Reiskörner sollen glasig glänzen dürfen aber nicht braun werden.
Den Reis mit dem Wein ablöschen und diesen einkochen lassen, dabei stets rühren. Anschließend mit soviel heißer Brühe aufgießen, dass der Reis gerade so bedeckt ist und diese wieder unter ständigem Rühren einkochen lassen. Diesen Vorgang so lange wiederholen, bis die Gemüsebrühe aufgebraucht ist.
Im Rezept steht nun (sinngemäß) folgendes: Kurz vor Garzeitende den Rucola waschen, in einer Salatschleuder trocken schleudern und in mundgerechte Stücke zupfen bzw. schneiden. 3/4 der Rucolablätter zum Risotto geben, unterrühren und 2 Minuten mitgaren. Ohne Zeitangaben lässt sich schlecht abschätzen, wann das Ende der Garzeit kurz bevor steht. Ich würde daher beim nächsten Mal das Risotto probieren und gegebenenfalls noch etwas weitergaren (notfalls mit mehr Gemüsebrühe), bis die gewünschte Bissfestigkeit erreicht ist und anschließend wie oben beschrieben den Rucola dazugeben.
Nun den Topf vom Herd nehmen, 1 EL Butter, den Parmesan (bis auf eine kleine Menge zum Bestreuen) und den restlichen Rucola unter den Reis rühren. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken und noch etwa 2 Minuten zugedeckt ziehen lassen.
Auf Tellern anrichten, mit dem restlichen Parmesan bestreuen und sofort servieren.
Nach "KOCHEN! Das gelbe von GU"
Noch ein Tipp für die Verwertung der einsamen Zwiebelhälfte, die übrig bleibt, wenn man das Risotto für zwei Personen kocht.
Kommentare:
Ich nehme immer so 750ml Brühe für 100g Reis (und 1l für 200). Damit kocht das - bis die Brühe weg ist - automatisch viel länger und ist immer perfekt.
Das ist ja mehr als das Doppelte. Also lag es wirklich am Rezept.
Danke für den Tipp, beim nächsten Mal werde ich an dich denken.
Hast Du noch was dazu gekocht oder habt Ihr das so gegessen?
Hallo Kischa, wir haben das so gegessen. Ich habe kurz befürchtet, dass ich es nach einem halben Teller über habe (so geht es mir bei Milchreis) aber es hat mir bis zum Schluss geschmeckt. :-)
Einen leichten Salat könnte ich mir aber auch gut davor oder dazu vorstellen.
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