Bei Rezepten, in denen Kartoffeln auf Räucherlachs treffen, fackel ich nicht lange. Denn dass die beiden ein traumhaftes Paar sind, wusste ich spätestens seit diesen Kartoffelrösti mit Räucherlachs, die es letztes Jahr an Heilig Abend gab.
Darum musste ich auch unbedingt diese Pellkartoffeln mit Räucherlachs probieren. Und ich wurde nicht enttäuscht - sie waren sehr lecker.
Für Meerrettich-Nichtmöger (wie mich): Man schmeckt ihn bei dieser Dosierung wirklich nur ganz dezent heraus. Hätte ich nicht gewusst, dass Meerrettich drin ist - ich hätte es nie herausgefunden.
Obwohl dieses Gericht recht einfach ist hoffe ich, dass es dennoch gehobenen kulinarischen Ansprüchen genügt und möchte damit am novemberlichen Blog-Event Cucina rapida teilnehmen. Im Zeitrahmen für eine Pizzabestellung liegt es allemal.

Zutaten für zwei Portionen:
zwei große Kartoffeln
zwei Scheiben Räucherlachs
150 g Naturjoghurt
250 g Magerquark
1 TL Meerrettich (aus dem Glas)
3 EL Schnittlauchröllchen
Pfeffer
Salz
Die Kartoffeln gründlich waschen und mit Schale für etwa 30 Minuten in einem großen Topf mit kochendem Salzwasser garen.
Den Joghurt mit dem Quark und einem Teil der Schnittlauchröllchen verrühren und die Joghurtcreme mit Salz, Pfeffer und Meerrettich abschmecken.
Die Kartoffeln abgießen, auf Tellern anrichten und in der Mitte (für längs) aufschneiden. Die Joghurtcreme auf die aufgeschnittenen Kartoffeln geben und pro Kartoffel eine Scheibe Räucherlachs darauf setzen. Alles mit den restlichen Schnittlauchröllchen bestreuen.
Dazu passt ein Salat.
Nach küchengötter.de
Andreas von Feinschmecker-Olivenöl.de hat aufgerufen die beiden ungleichen Zutaten Schokolade und Olivenöl in einem Gericht zu vereinen. Gerade das ungewöhnliche dieser Kombination hat mich gereizt, an diesem Blogevent teilzunehmen.
Auf der Suchen nach Inspiration und Ideen bin ich schließlich auf ein Rezept für Schokoladen-Olivenöl-Macarons von Callebaut und auf eins für Schokoladen-Macarons von essen-und-trinken.de gestoßen. Dieses kleine französische Gebäck hatte ich schon in einigen Blogs (auf Letizias Gaumenfreuden steht sogar ein Schnittbogen für eine Geschenkverpackung zum Download bereit) bewundert, jedoch habe ich es noch nie gegessen. Da bei erstgenanntem leider jegliche Temperaturangaben fehlten und mir Experimente zu heikel waren, entschied ich mich für das zweite Rezept.
Mit den Ergebnissen bin ich wirklich zufrieden. Einige der Macaron-Schalen haben leider etwas zu viel Temperatur abbekommen und waren sehr kross und zu dunkel gefärbt. Für den ersten Versuch ist das aber vollkommen in Ordnung. Das Olivenöl habe ich leider fast gar nicht herausgeschmeckt, aber ich habe auch sehr wenig davon verwendet (nach Callebaut wären es 7 g gewesen).
Zutaten für 8 Macarons:
für die Macaronschalen:
60 g gemahlene Mandeln
1 Eiweiß
75 g Puderzucker
1 Prise Salz
1 EL Kakao
für die Füllung:
60 g Zartbitterschokolade
1 EL Puderzucker
50 ml Schlagsahne
1 EL Olivenöl (lieber etwas mehr)
Das Ei aufschlagen und das Eiweiß in eine hohe Rührschüssel gleiten lassen. Eine Prise Salz dazugeben und mit dem Handmixer schaumig schlagen. Nun esslöffelweise den Puderzucker dazugeben und weiter schlagen. Laut Rezept soll man die Eiweiß-Puderzucker-Mischung sehr steif schlagen. Ich habe festgestellt, dass das Eiweiß sobald ich Puderzucker dazugebe nicht mehr so steif wird, dass ich es mir ohne Unfall über den Kopf halten kann. Halbsteif tat es in diesem Fall auch.
Die gemahlenen Mandeln und den Kakao in das Eiweiß sieben und mit einem Schneebesen unterheben. Die Masse in einen Spritzbeutel oder in einen Gefrierbeutel füllen und eine schmale Spitze abschneiden.
Ein Backblech mit Backpapier belegen und mit der Eiweißmasse gleichgroße kreisförmige Tupfen daraufspritzen. Sie sollten etwas kleiner gespritzt werden als die Schalen nachher groß sein sollen, da sie noch etwas verlaufen. Im vorgeheizten Backofen bei 80°C (Umluft) für etwa 15 Minuten trocknen. Die Macarons behalten hierbei ihre Form, gehen nur etwas in die Breite. Ihre Oberfläche sollte trocken sein und nur noch matt glänzen.
Anschließend die Temperatur auf 180°C hochschalten und für 6 Minuten backen - jetzt schießen die Macarons in die Höhe und bilden diese typische Halskrause. Das Blech aus dem Ofen nehmen und die Macarons vollständig auskühlen lassen.
Für die Schokoladenfüllung die Schlagsahne in einen kleinen Topf geben und aufkochen lassen. In der Zwischenzeit die Zartbitterschokolade fein hacken und in die Sahne geben. Die Temperatur herunterdrehen und rühren, bis sich die Schokolade aufgelöst hat. Das Olivenöl und den Puderzucker dazugeben und kräftig durchrühren. Den Topf vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
Die Masse aufschlagen, bis sie eine mousseartige Konsistenz bekommt und in einen Spritzbeutel füllen. Auf die Hälfte der ausgekühlten Macaronschalen einen großen Tupfer Schokoladencreme spritzen und eine zweite Schale mit der flachen Seite daraufsetzen.
Laut essen-und-trinken.de halten sich die Schalen 1 bis 2 Wochen und die gefüllten Macarons nur 1 bis 2 Tage, man könnte sie aber einfrieren.
Nach essen-und-trinken.de und callebaut.com
Noch bis zum 16.11. können die Herren der Schöpfung über axe.de ihre Herzensdame mit einer Schokoladenbox überraschen. Jeden Tag stehen 1.000 Boxen zur Verfügung, die aber schnell vergriffen sind. Versendet werden sie Anfang Dezember.
Leider erfährt man nichts genaues über den Inhalt der Chocolate Boxes. Also bestellen und überraschen lassen.
Heute möchte ich euch auf eine kleine Reise in die Geschichte nehmen. Am Tag vor Allerheiligen vor fast 500 Jahren, soll - so erzählt man es sich heute noch - Martin Luther seine 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg geschlagen haben. In erste Linie wollter er damit wohl seinem Unmut über die Praxis des Ablasshandels, bei dem man gegen Zahlung eines Geldbetrages von seinen Sünden freigesprochen wurde und der somit die Beichte ersetzte, Nachdruck verleihen. Kritiker verbannen den Vorgang des Thesenanschlags mit Hammer und Nägeln mittlerweile zwar ins Reich der Legenden (vielmehr soll er sie in Briefen an seine Vorgesetzten und wenige Freunde geschickt haben), das Bild mit Hammer und Nageln steckt jedoch auch heute noch in vielen Köpfen.
Heute erinnert der Reformationstag, der in den Bundesländern Brandenburg, Mecklemburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen und sogar in Slowenien und Chile ein gesetzlicher Feiertag ist, an die damaligen Ereignisse. In einigen Bundesländern werden seit vielen Jahren rund um diesen Tag die traditionellen Reformationsbrötchen gebacken.

Ihre Form soll der Lutherrose nachgeahmt sein, mit der Luther damals seine Thesen versehen haben soll. Diese hat allerdings fünf Spitzen (also eine mehr als das Reformationsbrötchen). Der Klecks aus Erdbeerkonfitüre in der Mitte des Brötchens symbolisiert das rote Herz mit dem Kreuz.
Zum Weiterlesen für Geschichtsinteressierte: Die ganze Geschichte und ein Quiz rund um den Reformationstag.
Zutaten für 4 Brötchen:
250 g Mehl
½ Päckchen Trockenhefe
15 g Zucker
25 g Butter125 ml Milch
25 g süße Mandeln, gehackt
50 g Rosinen
1 EL Zitronat, grob gehackt
etwas Zitronenschale, abgerieben
4 TL Erdbeerkonfitüre
Puderzucker
Zitronensaft
Das Mehl in eine Schüssel sieben, die Trockenhefe, den Zucker, die zimmerwarme Butter und Milch sowie die gehackten Mandeln, die Rosinen, das Zitronat und die Zitronenschale dazugeben. Mit den Knethaken des Handmixers verrühren, bis eine gleichmäßig krümelige Masse entstanden ist. Diese Masse mit den Händen zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten. Bei Bedarf (wenn der Teig an den Händen klebt) noch etwas Mehl hinzugeben. An einem warmen Ort für etwa 30 bis 45 Minuten gehen lassen.
Den Teig nochmals kräftig durchkneten, in vier gleich große Stücke teilen und jedes davon zu einer Kugel formen. Die Kugeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen und mit einem scharfen Messer kreuzförmig tief einschneiden und etwas auseinander klappen. Die Teiglinge nochmals für etwa 30 Minuten gehen lassen.

In die Mitte der kleinen "Rosen" jeweils einen Klecks Marmelade setzen und im vorgeheizten Backofen bei 200°C (Ober- und Unterhitze) für etwa 20 Minuten backen bis sie eine goldgelbe Farbe bekommen haben.
Nach dem Abkühlen werden die Brötchen noch mit etwas Zuckerguss bestrichen. Dazu etwas Puderzucker mit ein paar Tropfen (man braucht wirklich ganz wenig) Zitronensaft oder Wasser vermischen, glattrühren bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind und damit die Brötchen bestreichen.
Nach chefkoch.de

Ihr habt vielleicht bemerkt, dass es in letzter Zeit wieder etwas ruhiger in meinem Blog geworden ist. Das liegt nicht daran, dass mir das Bloggen keine Freude mehr macht, sondern daran, dass ich zurzeit nur wenig Zeit dafür finde.
Die schon lange angekündigte Pizza Rucola e Parma möchte ich euch aber gern nachreichen. Sie war sehr lecker und gehört zu den Gerichten, auf die ich so gut wie immer Lust habe - sie ist ja auch ein Klassiker.
Für den Boden habe ich einfach den Teig für Pizzabrötchen genommen und ihn rund ausgerollt. Er war für meinen Geschmack perfekt, außen leicht kross aber innen noch locker (also eher amerikanisch). Wer es knusprig mag, bekommt ein solches Ergebnis sicherlich hin, wenn er den Teig etwas dünner ausrollt.

Mein Freund hat sich seine Pizzahälfte mit ungarischer Paprikasalami und Käse belegt.

Zutaten für eine Pizza:
Für den Teig:
250 g Mehl
½ Pck Trockenhefe
½ EL Zucker
1 Prise Salz
150 ml Wasser
1 EL Olivenöl
Für die Sauce:
200 g passierte Tomaten
1 Knoblauchzehe
Rosmarin
Oregano
Pfeffer
Salz
Für den Belag:
Rucola
Parmaschinken
getrocknete Tomaten (in Öl)
Parmesan
Alle Zutaten für den Teig in eine Rührschüssel geben und mit den Knethaken des Handmixers vermengen. Anschließend mit den Händen so lange kneten bis ein glatter, gleichmäßiger Teig entsteht. Die Schüssel mit einem Küchentuch abdecken und an einen warmen Ort stellen für etwa 45 Minuten gehen lassen. Den Teig nun durchkneten und nochmals für 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Für Eilige: Der zweite Durchgang kann auch weggelassen werden.
Für die Tomatensauce die Knoblauchzehe, etwas frischen Rosmarin und Oregano fein hacken, mit den passierten Tomaten verrühren und mit Pfeffer und Salz abschmecken. Den Boden im vorgeheizten Backofen bei 220°C solange backen, bis der Rand etwas Farbe bekommen hat.
In der Zwischenzeit den Rucola putzen und waschen. Die Pizza mit dem Rucola, dem Schinken und den getrockneten Tomaten belegen und etwas Parmesan in Spänen darüber hobeln. Meine Späne sehen etwas unglücklich und bröckelig aus, weil ich den Käse kurz zuvor aus dem Tiefkühlfach genommen habe.