Samstag, 23. Mai 2009

Lachsfilet auf schwarzem Risotto

In einem schönen italienischen Restaurant direkt an der Londoner Themse habe ich mit meinem Freund vor einiger Zeit ein Gericht gegessen, dass uns so gut geschmeckt hat, dass ich es unbedingt mal nachkochen wollte. Es war ein zartes Lachsfilet, dass auf schwarzes Risotto gebettet war.

Seitdem suchte ich nach einem Rezept, was mit diesem Geschmackserlebnis mithalten könnte. Schließlich entdeckte ich in einem Bio-Supermarkt eine Packung schwarzen Piemont-Reis und nahm in spontan mit. Ein passendes Rezept dazu war schnell gefunden und so startete ich mein Nachkoch-Experiment.

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Leider kann mich nicht mehr genau an den Geschmack von damals erinnern (ich wusste nur noch, dass es sehr lecker war) und kann daher keinen Vergleich ziehen. Aber die Hauptsache ist ja, dass es uns geschmeckt hat - und das hat es definitiv. Der Reis hat sehr aromatisch gerochen und leicht nussig geschmeckt. Und obwohl die Reiskörner noch bissfest waren, haben sie doch ein cremiges Risotto ergeben.

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Zutaten für 2 Portionen:
2 Lachsfilets
100 g schwarzen Reis aus dem Piemont
50 g Butter
1 Schalotte oder ½ rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
700 ml Gemüsebrühe
Zitronensaft
Pfeffer
Salz

Die Lachsfilets wenn nötig auftauen lassen.

Die Zwiebel und die Knoblauchzehe abziehen. Die Zwiebel in feine Würfel schneiden, die Knoblauchzehe ganz lassen.

Einen Teelöffel Butter in einen Topf geben und schmelzen lassen. Dann die klein geschnittenen Schalotten und den Reis dazugeben und scharf anbraten. Mit etwas Gemüsebrühe ablöschen und anschließend mit soviel Brühe auffüllen, dass das Verhältnis von Brühe zu Reis etwa 2 zu 1 beträgt. Die Knoblauchzehe dazugeben und den Reis zugedeckt für etwa 15 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen.

Den Backofen auf 180°C (Umluft) vorheizen. Den Deckel abnehmen, den Reis umrühren und wieder mit etwas Brühe aufgießen. Den Reis für weitere 30 bis 45 Minuten köcheln lassen, dabei immer wieder umrühren und mit Brühe aufgießen.

Das Lachsfilet von beiden Seiten salzen und pfeffern, in eine Auflaufform legen und mit etwas Zitronensaft beträufeln und einem Flöckchen Butter belegen. Auf die vorletzte Schiene des vorgeheizten Backofens schieben und für etwa 15 bis 20 Minuten garen.

Das Risotto ist fertig, wenn er weich aber dennoch etwas knackig bzw. bissfest ist. Ist es soweit, die Knoblauchzehe herausfischen, die restliche Butter einrühren und den Reis nach Belieben mit Salz und Pfeffer abschmecken (bei mir hat er durch die Gemüsebrühe bereits würzig genug geschmeckt). Das Risotto auf tiefen Tellern anrichten und den Lachs darauf setzen.

Nach gastrofacts.ch

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Freitag, 15. Mai 2009

Heute ist ein besonderer Tag...

... denn heute vor genau einem Jahr habe ich meinen ersten Blogeintrag für Kochfieber getippt. Wahnsinn, dass das schon so lange her sein soll.

Damals wusste ich noch nicht so recht wie lange ich durchhalten werde und ob es überhaupt jemanden geben wird, der sich dafür interessiert, was bei mir in Kochtopf und Backofen landet. Umso mehr freut es mich, dass ich mittlerweile 40 regelmäßige Leser zählen kann und noch einige mehr, die gern ab und zu einfach so vorbeischauen. An dieser Stelle möchte ich mich für euer Interesse und eure vielen, liebenswerten Kommentare bedanken und hoffe, dass ihr auch weiterhin treue Leser bleibt.

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Zur Feier des Tages habe ich diese Schoko-Erdbeer-Torte nach einem Rezept aus dem ELLE Bistro gebacken, die ich gleich zusammen mit meinem Freund vernaschen werde. Leider war die Mengenangabe für die Sahne mehr als großzügig bemessen, sodass die Torte später etwas zusammenrutschte. Ich werde berichten wie sie geschmeckt hat.

Dienstag, 12. Mai 2009

Coq au vin mit Baguette

Nach einem mittelschweren Kuchendesaster am Samstag (Mürbeteig und ich - wir werden einfach keine Freunde, wie Sophie jetzt sagen würde) wurde das vergangene Wochenende dann ab dem Abend des selben Tages doch noch überraschend zu einem kulinarischen Highlight. Zum Abendessen gab es nämlich Coq au vin.

Schon der Duft, der beim Kochen aus dem Topf durch die ganze Küche strömte, roch ziemlich verführerisch und lies uns ungeduldig werden. Schließlich war es endlich soweit, ich tunkte ein Stück warmes Baguette in die Sauce und: Wow! Meine Erwartungen wurden noch übertroffen. Ich habe dieses Gericht vorher noch nie gegessen und kann daher keine Vergleiche ziehen, aber es hat uns unheimlich gut - fast schon verboten - geschmeckt.

Ich muss zugeben, der Hahn in Rotwein (den ich durch ein Huhn ersetzt habe) ist nicht besonders fotogen. Durch den tollen Duft, den er verströmt, und natürlich den umwerfenden Geschmack ist er aber trotzdem ideal um Gäste zu beeindrucken.

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Zutaten für zwei Portionen:
4 Hähnchenschenkel
125 g Champignons
50 g Schinkenwürfel
1 kleine rote Zwiebel
1 kleine normale Zwiebel
1 Knoblauchzehe
395 ml Rotwein
Mehl
Thymian
Rosmarin
Pfeffer
Salz

1 Baguette

Die Zwiebeln von der Haut befreien und in Spalten schneiden. Den Knoblauch abziehen und fein hacken. Die Champignons putzen und große Pilze in Scheiben schneiden, kleine ganz lassen. Die Hähnchenschenkel von allen Seiten salzen, pfeffern und mit etwas Mehl bestäuben.

In einem großen Topf etwas Butter schmelzen, die Zwiebeln, den Knoblauch, die Schinkenwürfel und die Champignons dazugeben und für etwa 5 Minuten bei mittlerer Hitze und unter häufigem Umrühren dünsten. Alles aus dem Topf nehmen und beiseite stellen.

Wieder ein wenig Butter im Topf erhitzen, nun die Hähnchenschenkel hineingeben und von allen Seiten goldbraun anbraten. Mit dem Rotwein ablöschen und mit den Kräutern, dem Salz und dem Pfeffer würzen. (Frische Kräuter können zu einem Strauß gebunden und später wieder herausgefischt werden.) Anschließend bei geschlossenem Deckel und mittlerer Hitze für etwa 40 bis 45 Minuten schmoren lassen.

Nun die beiseite gestellten Champignons, Zwiebeln und Schinken wieder dazugeben und ein paar Minuten mitköcheln lassen. Mit frisch aufgebackenem Baguette servieren.

Nach essen-und-trinken.de und chefkoch.de

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Donnerstag, 7. Mai 2009

Spaghetti mit Linsen-Bolognese

Glücklicherweise gehört mein Freund nicht zu den Männern für die eine Mahlzeit ohne Fleisch keine richtige Mahlzeit ist. Als ich mir vornahm diese Linsen-Bolognese nachzukochen, war ich dennoch auf skeptische Blicke gefasst. Umso mehr überraschte mich seine Reaktion: "Okay, klingt gut. Müssen wir noch was einkaufen?". Nein, damit hatte ich nicht gerechnet.

Wahrscheinlich machte ich mir ab dem Zeitpunkt mehr Gedanken als er. "Linsen auf Spaghetti? Schmeckt das wirklich?", ging mir durch den Kopf. In solchen Momenten tröste ich mich immer damit, dass die Telefonnummer unseres Lieblingspizzaservice stets griffbereit im Küchenschrank liegt, um in Notfällen gezückt zu werden.

Doch dazu kam es gar nicht. Ein wenig tomatiger hätte die Bolognese schmecken können, da war ich wohl mit dem Tomatenmark ein wenig zu sparsam. Das blieb aber der einzige kleine Kritikpunkt an einem soliden, leckeren Essen. Man darf keinen Wow-Effekt erwarten, doch ich war so überzeugt, dass ich dieses Rezept in mein Kochrepertoire aufnehmen werde.

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Zutaten für zwei Portionen:
50 g rote Linsen
¼ Bund Suppengrün
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
50 ml trockener Rotwein
250 ml Wasser
Tomatenmark
Olivenöl
Oregano
Basilikum
Rosmarin
Zucker
Salz
Pfeffer

Die Zwiebel abziehen, das Suppengrün putzen und beides in kleine Würfel schneiden. Die Knoblauchzehe ebenfalls abziehen und fein hacken.

Die Zwiebelwürfel und den Knoblauch in einer Pfanne mit etwas Olivenöl glasig dünsten. Das Suppengrün dazugeben und kurz mit anbraten. Das Tomatenmark dazugeben und alles mit dem Rotwein ablöschen. Das Wasser und die Linsen dazugeben und alles für 30 Minuten köcheln lassen. Falls die Soße zu dick wird noch etwas Wasser hinzugeben.

Inzwischen einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Etwas Salz und die Spaghetti hineingeben und diese al dente kochen. Anschließend abgießen. Die Linsenbolognese mit den Gewürzen abschmecken und zu den Spaghetti servieren.

Nach chefkoch.de

Mittwoch, 6. Mai 2009

Arme, karamellige Ritter mit Karamelleis und Waldbeeren

Hier im Blog herrschte die letzten Tage eine gähnende Leere, zumindest was frisch Gekochtes betrifft. Das liegt daran, dass ich zurzeit im Lernstress stecke und nur selten zum Bloggen komme. Dabei ist auch das Kochen etwas zu kurz gekommen.

Essen muss ich natürlich trotzdem etwas, am liebsten etwas Süßes. So wie diese armen Ritter hier mit Karamellgeschmack. Als Belohnung, Motivation oder einfach gegen den kleinen Hunger zwischendurch - sie versüßen auf jeden Fall jede Pause. Außerdem sind sie blitzschnell zubereitet.

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Zutaten für zwei Portionen:
3 Scheiben Toastbrot
80 ml Milch
3 TL Karamellsirup
(z. B. von Monin)
1 Ei
½ Pck Vanillezucker
1 Prise Salz
Mandelblättchen
Karamelleis
(z. B. Crema di Caramello)
Waldbeeren

Die Toastbrotscheiben jeweils diagonal halbieren, sodass Dreiecke entstehen. Die Milch mit dem Karamellsirup und dem Ei verquirlen. Die Mandelblättchen auf einen flachen Teller geben.

Die Toastbrotdreiecke in die Eiermilch tauchen, in den Mandelblättchen wälzen und in einer Pfanne mit etwas Butter bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldbraun backen.

Die Armen Ritter auf Tellern anrichten. Eine Kugel Eiscreme darauf setzen, mit Waldbeeren garnieren und mit Mandelblättchen bestreuen.