Mittwoch, 15. Mai 2013

5 Jahre

Heute vor genau 5 Jahren habe ich Kochfieber ins Leben gerufen. Seitdem habe ich viele Rezepte ausprobiert und wurde oft mit Gaumenfreuden, manchmal auch mit sensationellen Geschmackserlebnissen belohnt. Hin und wieder entsprach ein Ergebnis auch nicht ganz meinen Erwartungen und wurde unter unvermeidliche Erfahrungen verbucht. Denn auch in solchen Momenten wagte ich in Gedanken oft schon das nächste kulinarische Experiment.

In letzter Zeit ist es hier jedoch ziemlich ruhig geworden. Ich habe natürlich weiterhin Kochlöffel und Schneebesen geschwungen, doch irgendwie hatte ich nicht das Bedürfnis die Öffentlichkeit (das klingt so nüchtern - ist nicht so gemeint) daran teilhaben zu lassen. Nebenbei hatten sich auch privat und beruflich einige Veränderungen angekündigt, die einen großen Teil meiner Zeit und Aufmerksamkeit für sich beanspruchten. Und ich fragte mich schließlich manchmal: Braucht die Welt wirklich noch einen Kochblog?

Die Wahrheit ist schlicht: Nein! Das Schicksal der Welt hängt natürlich nicht hiervon ab. Aber dass es mich doch hin und wieder in den Fingern gekribbelt hat, hat mir deutlich gemacht, wie viel Freude, Leidenschaft und Herzblut ich in Kochfieber gesteckt habe und gern weiterhin stecken würde.

Darum wage ich mal vorsichtig anzukündigen, dass es an dieser Stelle bald immer mal wieder etwas Neues zu sehen gibt. Vielleicht aller zwei Wochen oder auch nur einmal im Monat, denn noch etwas habe ich gelernt: Ich möchte mich nicht mehr selbst so stressen. Das hier ist ein Hobby und das soll in erster Linie Spaß machen. Mir und euch!

Zur Feier des Tages haben wir uns einen Strawberry Cheesecake mit weißer Schokolade schmecken lassen.

 photo WhiteChocolateStrawberryCheesecakeKerzen.jpg

Donnerstag, 28. Juni 2012

Eine Bentobox im Fußballfieber

In wenigen Minuten ist es soweit und unsere deutschen Jungs stehen im Halbfinale der Fußball-EM 2012. Dann geben nicht nur die Spieler auf dem Platz ihr (hoffentlich) Bestes, auch mitfiebernde Fußballfans brauchen eine Stärkung.

Ich habe für meinen Freund diese Bentobox gebastelt. Die kompakt gefüllten Bentoboxen sind quasi die japanische Variante unserer Brotbüchsen und werden von japanischen Müttern seit Generationen liebevoll zubereitet.



Sie enthält (von unten nach oben): Nudelsalat mit Walnüssen, Oliven und getrockneten Tomaten - Sandwiches - Babykarotten - "Studentenfutter" mit exotischen getrockneten Früchten - Ei mit Fußballmuster aus Nori-Blättern - Deutschlandflagge aus Nori-Blatt, Tomatenfruchtfleisch und einer Scheibe Gouda



Ich wünsche uns allen ein spannendes und siegreiches Spiel.


Sonntag, 10. Juni 2012

Kaffee Amsterdam

Ein starker Kaffee zum Nachmittag weckt müde Lebensgeister. Um etwas Abwechslung an den Kaffeetisch zu bringen, habe ich mir heute mal einen Kaffee Amsterdam zubereitet.

Zu diesem Getränk lassen sich die verschiedensten Rezepte mit stark variierenden Mengenverhältnissen finden. Hier nun meine liebste Variante:



Zutaten für eine große Tasse:
200 ml frisch gebrühten, starken Kaffee
2 cl Milch
2 cl Eierlikör
2 EL schaumig aufgeschlagene Sahne
1 TL Zucker
etwas Kakaopulver
ein paar Splitter dunkle Schokolade

Den frisch gebrühten Kaffee in eine Tasse geben. Die Milch, den Eierlikör und den Zucker hinzufügen und verrühren.

Die schaumig geschlagene Sahne als Häubchen auf den Kaffee setzen. Etwas Eierlikör auf einen Teelöffel gießen und dekorativ über die Sahne klecksen. Zum Schluss mit Kakaopulver und Schokoladensplittern verzieren. Schnell servieren und ausgiebig genießen!


Freitag, 8. Juni 2012

4 Jahre und 24 Tage

So lange gibt es Kochfieber nun schon. Natürlich habe ich den Blog-Geburtstag nicht vergessen, sondern einfach mal im Stillen gefeiert.



So ein Jubiliäum ist immer eine schöne Gelegenheit, einigen Menschen zu danken. Und ich möchte diese auch in diesem Jahr nicht ungenutzt verstreichen lassen. Darum danke ich allen Lesern, die regelmäßig vorbei schauen, auch wenn ich mal wieder eine Weile nichts von mir hören lasse (ich arbeite immer noch an einem Weg, die Zeit anzuhalten). Ich hoffe ihr findet hier auch in Zukunft die eine oder andere kulinarische Inspiration. :-)

Dienstag, 10. April 2012

Vanilleextrakt und ein Geschenk

Vor einiger Zeit landete in meinem Postfach eine freundliche Nachricht, in der mir der Betreiber des Spirituosenhandels rhum.de eine Flasche meiner Wahl zum Probieren anbot. Zunächst zögerte ich, hatte ich doch zuvor schon andere Angebote abgelehnt. Doch dieses hier war irgendwie verlockender und so beschloss ich schließlich, es anzunehmen.

Bevor ich jedoch zusagte, weihte ich meinen Freund ein, denn was Herd und Ofen für mich sind ist ihm seine Hausbar. Bei der anschließenden Inventur offenbarte sich uns ein schier unerschöpflicher Vorrat an Rum verschieden Alters und diverser Farben. In der Wodka-Abteilung sah es hingegen ziemlich dürftig aus. Und da fiel es mir wieder ein: Bei Steph war ich über einen Vanilleextrakt gestolpert, den ich unbedingt mal zusammenbrauen wollte. Brauchte man dafür nicht 70%igen Wodka?



Volltreffer! Steph empfielt diesen hochprozentigen Wodka nicht nur für ihren Sirup, eine 75%ige Variante ist auch im Shop erhältlich. Nur wenige Tage nach meiner Antwort hielt ich die Flasche in den Händen und konnte mich damit in die Küche verkrümeln. Ihr möchtet wissen, was dabei herausgekommen ist? Bitte schön!



Vor allem US-amerikanische Rezepte verlangen regelmäßig nach Vanilleextrakt. Inzwischen haben wir ihn schon einige Male verwendet und sind ganz begeistert vom vanilligen Aroma. Mein Freund ist zum regelrechten Vanille-Junkie geworden, sodass ich eben ein zweites Fläschchen angesetzt habe. Beim Rezept habe ich mich genau an das von Steph gehalten und lediglich die Wassermenge aufgrund des anderen Alkoholgehaltes etwas erhöht.

An dieser Stelle viele Grüße und nochmals ein herzliches Danke schön an Herrn K. vom Shop! :-)



Zutaten:
25 g Vanilleschoten
125 ml Wodka, 75%ig
135 ml Wasser

Die Vanilleschoten mit einem scharfen Messer aufschlitzen und das Mark mit dem Messer-Rücken herauskratzen. Die ausgekratzten Schoten grob in Stücke schneiden und in einem Mixer mit scharfer Klinge zerhäckseln.

Nun die zerhäckselten Vanilleschoten zusammen mit dem ausgekratzten Mark in ein zuvor sterilisiertes, verschließbares Gefäß (z. B. ein Einmachglas) geben und mit dem Wodka auffüllen. Anschließend den Deckel fest verschließen und für etwa zwei Wochen ziehen lassen. Dabei täglich zwei Mal schütteln. :-)

Nach zwei Wochen einen Kaffeefilter mit Wasser tränken (so saugt er wenig vom Vanillearoma auf) und in einen Trichter legen. Nun kann der Vanillewodka in eine hübsche, zuvor ebenfalls sterilisierte Flasche gefiltert werden. Den verbliebenen Vanillesatz mit 135 ml kochendem Wasser aufgießen und vollständig abkühlen lassen. Anschließend das abgekühlte Wasser ebenfalls durch einen mit Wasser getränkten Filter in die Flasche gießen.


Nach: Kuriositätenladen.com