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Heute möchte ich euch auf eine kleine Reise in die Geschichte nehmen. Am Tag vor Allerheiligen vor fast 500 Jahren, soll - so erzählt man es sich heute noch - Martin Luther seine 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg geschlagen haben. In erste Linie wollter er damit wohl seinem Unmut über die Praxis des Ablasshandels, bei dem man gegen Zahlung eines Geldbetrages von seinen Sünden freigesprochen wurde und der somit die Beichte ersetzte, Nachdruck verleihen. Kritiker verbannen den Vorgang des Thesenanschlags mit Hammer und Nägeln mittlerweile zwar ins Reich der Legenden (vielmehr soll er sie in Briefen an seine Vorgesetzten und wenige Freunde geschickt haben), das Bild mit Hammer und Nageln steckt jedoch auch heute noch in vielen Köpfen.
Heute erinnert der Reformationstag, der in den Bundesländern Brandenburg, Mecklemburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen und sogar in Slowenien und Chile ein gesetzlicher Feiertag ist, an die damaligen Ereignisse. In einigen Bundesländern werden seit vielen Jahren rund um diesen Tag die traditionellen Reformationsbrötchen gebacken.
Ihre Form soll der Lutherrose nachgeahmt sein, mit der Luther damals seine Thesen versehen haben soll. Diese hat allerdings fünf Spitzen (also eine mehr als das Reformationsbrötchen). Der Klecks aus Erdbeerkonfitüre in der Mitte des Brötchens symbolisiert das rote Herz mit dem Kreuz.
Zum Weiterlesen für Geschichtsinteressierte: Die ganze Geschichte und ein Quiz rund um den Reformationstag.

Zutaten für 4 Brötchen:
250 g Mehl
½ Päckchen Trockenhefe
15 g Zucker
25 g Butter
125 ml Milch25 g süße Mandeln, gehackt
50 g Rosinen
1 EL Zitronat, grob gehackt
etwas Zitronenschale, abgerieben
4 TL Erdbeerkonfitüre
Puderzucker
Zitronensaft
Das Mehl in eine Schüssel sieben, die Trockenhefe, den Zucker, die zimmerwarme Butter und Milch sowie die gehackten Mandeln, die Rosinen, das Zitronat und die Zitronenschale dazugeben. Mit den Knethaken des Handmixers verrühren, bis eine gleichmäßig krümelige Masse entstanden ist. Diese Masse mit den Händen zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten. Bei Bedarf (wenn der Teig an den Händen klebt) noch etwas Mehl hinzugeben. An einem warmen Ort für etwa 30 bis 45 Minuten gehen lassen.
Den Teig nochmals kräftig durchkneten, in vier gleich große Stücke teilen und jedes davon zu einer Kugel formen. Die Kugeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen und mit einem scharfen Messer kreuzförmig tief einschneiden und etwas auseinander klappen. Die Teiglinge nochmals für etwa 30 Minuten gehen lassen.

In die Mitte der kleinen "Rosen" jeweils einen Klecks Marmelade setzen und im vorgeheizten Backofen bei 200°C (Ober- und Unterhitze) für etwa 20 Minuten backen bis sie eine goldgelbe Farbe bekommen haben.
Nach dem Abkühlen werden die Brötchen noch mit etwas Zuckerguss bestrichen. Dazu etwas Puderzucker mit ein paar Tropfen (man braucht wirklich ganz wenig) Zitronensaft oder Wasser vermischen, glattrühren bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind und damit die Brötchen bestreichen.
Nach chefkoch.de

Ihr habt vielleicht bemerkt, dass es in letzter Zeit wieder etwas ruhiger in meinem Blog geworden ist. Das liegt nicht daran, dass mir das Bloggen keine Freude mehr macht, sondern daran, dass ich zurzeit nur wenig Zeit dafür finde.
Die schon lange angekündigte Pizza Rucola e Parma möchte ich euch aber gern nachreichen. Sie war sehr lecker und gehört zu den Gerichten, auf die ich so gut wie immer Lust habe - sie ist ja auch ein Klassiker.
Für den Boden habe ich einfach den Teig für Pizzabrötchen genommen und ihn rund ausgerollt. Er war für meinen Geschmack perfekt, außen leicht kross aber innen noch locker (also eher amerikanisch). Wer es knusprig mag, bekommt ein solches Ergebnis sicherlich hin, wenn er den Teig etwas dünner ausrollt.

Mein Freund hat sich seine Pizzahälfte mit ungarischer Paprikasalami und Käse belegt.

Zutaten für eine Pizza:
Für den Teig:
250 g Mehl
½ Pck Trockenhefe
½ EL Zucker
1 Prise Salz
150 ml Wasser
1 EL Olivenöl
Für die Sauce:
200 g passierte Tomaten
1 Knoblauchzehe
Rosmarin
Oregano
Pfeffer
Salz
Für den Belag:
Rucola
Parmaschinken
getrocknete Tomaten (in Öl)
Parmesan
Alle Zutaten in eine Rührschüssel geben und mit den Knethaken des Handmixers vermengen. Anschließend mit den Händen so lange kneten bis ein glatter, gleichmäßiger Teig entsteht. Die Schüssel mit einem Küchentuch abdecken und an einen warmen Ort stellen für etwa 45 Minuten gehen lassen. Den Teig nun durchkneten und nochmals für 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Für Eilige: Der zweite Durchgang kann auch weggelassen werden.
Für die Tomatensauce die Knoblauchzehe, etwas frischen Rosmarin und Oregano fein hacken, mit den passierten Tomaten verrühren und mit Pfeffer und Salz abschmecken. Den Boden im vorgeheizten Backofen bei 220°C solange backen, bis der Rand etwas Farbe bekommen hat.
In der Zwischenzeit den Rucola putzen und waschen. Die Pizza mit dem Rucola, dem Schinken und den getrockneten Tomaten belegen und etwas Parmesan in Spänen darüber hobeln. Meine Späne sehen etwas unglücklich und bröckelig aus, weil ich den Käse kurz zuvor aus dem Tiefkühlfach genommen habe.
Und weil ich weiß, wie gern mein Freund ab und zu diese kleinen Milchreisbecher aus dem Kühlregal isst, habe ich ihm selbst einen Topf Milchreis gekocht und in Portionen in Gläschen abgefüllt. Das tolle daran ist nicht nur, der herrlich fruchtige Duft, der noch lange nach dem Kochen in der Luft liegt, sondern vor allem, dass man gute Zutaten verwenden und so auf Aromen verzichten kann. Und das schmeckt man auch.

Die Idee dazu hat Nicky mit diesem Rezept geliefert. Ich habe mich weitestgehend an das Rezept gehalten, allerdings habe ich statt Himbeeren Erdbeeren verwendet und davon auch fast die doppelte Menge gebraucht. Meinem Freund hat der Inhalt der kleinen Gläschen sehr gut geschmeckt, das hat mir das überzeugende "Lecker!" und das zufriedene Lächeln in seinem Gesicht gezeigt. Und das ist das wohl schönste Kompliment.

Ihr kennt das bestimmt auch: Man findet ein köstlich klingendes Rezept und möchte es nachkochen. Soweit so gut. Manchmal wird für zwei Portionen nur eine halbe Zwiebel benötigt (ein kleines Exemplar tut es hier natürlich auch, aber die habe ich in solchen Momenten oft nicht im Haus).
Man könnte die nicht benötigte Hälfte natürlich einfach in den Kühlschrank legen, sollte sie dann aber recht bald aufbrauchen. Für mich hat sich folgendes bewährt: Ich schneide die ganze Zwiebel in kleine Würfel und gebe die Hälfte davon in eine kleine, gefriergeeignete Dose, verschließe sie mit einem Deckel und lege sie in das Gefrierfach. Wenn ich das nächste Mal eine halbe Zwiebel benötige, zaubere ich meine fertig geschnittenen Zwiebelwürfel hervor. Wenn man sie in etwas Butter anschwitzen möchte, müssen sie nicht mal aufgetaut werden, sondern können so wie sie sind in den Topf. So kann man wunderbar etwas Zeit sparen.

Helft ihr euch hin und wieder auch mit kleinen Küchentricks? Ich möchte euch einladen, hier oder in euren Blogs davon zu berichten. Vielleicht können wir uns noch den einen oder anderen Kniff voneinander abschauen. Ich freue mich auf eure Kommentare.